RB Leipzig

"Marko ist heiß" - Mentalitätsviech Arnautovic soll es für Österreich mit seinen Leipziger Profis Sabitzer und Laimer richten

Von (RBlive/dpa)
21.06.2021, 08:50
Durch Freud und Leid: Marcel Sabitzer und Marko Arnautovic
Durch Freud und Leid: Marcel Sabitzer und Marko Arnautovic imago images / GEPA pictures

Schlecht sieht die Welt für Österreichs Nationalmannschaft und seine beiden RB-Leipzig-Profis Konrad Laimer sowie Marcel Sabitzer nicht aus an diesem Montag, an dem sich abends entscheidet, ob die Alpenkicker als Gruppenzweite in die EM-K.o.-Runde einziehen - oder warten müssen, wie die anderen Gruppendritten sich so schlagen. Sie müssen dafür nur gegen die Ukraine gewinnen.

Laimer: "Wir wollen nicht im Hotel sitzen und warten müssen"

Nomen est omen: Marko Arnautovic darf nach seiner Sperre im Spiel gegen die Niederlande wegen eines beleidigenden Torjubels wieder mitspielen. Beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams vor neun Jahren traf der frühere Stürmer von Werder Bremen beim 3:2-Sieg gleich zwei Mal.

Genau in dieser Form brauchen die Österreicher ihren Topstürmer auch am Montag (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Bukarest. Die Ausgangslage ist klar: Wer gewinnt, zieht als Gruppenzweiter hinter den Niederlanden ins Achtelfinale ein. Bei einem Remis bliebe die Ukraine wegen des besseren Torverhältnisses Zweiter, Österreich hätte mit vier Punkten und einer ausgeglichenen Tordifferenz aber sehr gute Chancen, als Dritter noch weiterzukommen.

Doch auf Remis spielen will keiner der beiden. "Wir wollen auf Sieg gehen. Alles andere liegt uns nicht", sagte RB Leipzigs Ösi Konrad Laimer. "Natürlich wollen wir die Situation verhindern und mit drei Punkten im Hotel sitzen und warten müssen, was die anderen machen. Wir wollen es am Montag fix machen."

"Markos ist heiß"

Dafür brauchen die Österreicher Tore - und für die soll Arnautovic sorgen. Nach dem 0:2 gegen die Niederlande gab es in der Heimat heftige Kritik an der schwachen Offensivleistung Österreichs. "Alibi-Fußball ohne Tiefgang", schrieb die «Kronen»-Zeitung. "Mehr Kaninchen als Schlange: Der ÖFB auf der Suche nach Torgefahr", kritisierte der "Kurier".

"Wir haben keine Tiefe in unseren Aktionen gefunden", räumte Trainer Franco Foda ein. Für den ehemaligen Bundesliga-Spieler könnte das Duell mit der Ukraine auch zu einem persönlichen Endspiel werden. Scheitern die Österreicher erneut in der Vorrunde, könnte es auch für Foda eng werden. Zumal der Start in die WM-Qualifikation mit einem 0:4 gegen Dänemark ebenfalls enttäuschend verlief. Auch Foda wird daher voll auf Arnautovic setzen. "Er wird uns gegen die Ukraine helfen", sagte der Austria-Coach. "Marko ist definitiv heiß", fügte ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel hinzu.

Welch großes Potenzial in ihm steckt, zeigte Arnautovic bereits beim Auftaktspiel gegen Nordmazedonien, als er nach seiner Einwechslung den Treffer zum 3:1-Endstand erzielte. "Er besitzt die Qualitäten, um ein Spiel entscheiden zu können", sagte Alaba. "Er ist ein Ausnahmespieler", sagte der Hoffenheimer Christoph Baumgartner. "Er hat eine große Präsenz, die Gegner fokussieren sich auf ihn, das gibt uns anderen Räume." Vor allem hob der Offensivspieler aber die Einstellung von Arnautovic hervor. "Er ist ein absolutes Mentalitätsviech, der will immer gewinnen", so Baumgartner.