RB Leipzig

Mentalitätssieg von RB Leipzig zum Hinrunden-Abschluss: Forsberg knackt eisernes Union-Bollwerk

Von Martin Henkel 20.01.2021, 22:26
Matchwinner: Emil Forsberg trifft zehn Minuten nach seiner Einwechslung.
Matchwinner: Emil Forsberg trifft zehn Minuten nach seiner Einwechslung. imago/Picture Point LE

Geschafft! RB Leipzig hat Mittwochabend im letzten Spiel der Hinrunde das erste Team aus den Oberrängen der Tabelle besiegt. Die Sachsen bezwangen Union Berlin, zuvor Tabellenfünfter, durch einen Treffer von Emil Forsberg 1:0 (0:0).

Details und Statistiken: Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker.

Damit bleibt RB auf Rang zwei dran an Tabellenführer FC Bayern und hat gleichzeitig eine Mini-Negativserie von nur einem Punkt aus zwei Partien beendet. Wie der Endstand allerdings vermuten lässt: Es war ein zähes und hartes Stück Arbeit.

Köpenicker Beton

Dass es kein offener Schlagabtausch werden würden, war weit vor dem Anpfiff klar. Unions Spiel basiert auf Köpenicker Beton, an dem sich die Gegner zuletzt reihenweise die Zähne ausbissen. So auch das Leipziger Personal, das im ersten Durchgang vergebens Lücken in der Berliner Abwehr suchte. Zwei Schüsse bekam Unions Keeper Andreas Luthe bis zur Pause auf sein Tor: einen von Marcel Sabitzer, einen von Dani Olmo (6., 31.), keiner davon aber war gefährlich.

RB-Coach Julian Nagelsmann wusste natürlich, mit wem er es an diesem Abend zu tun hatte. Er setzte deshalb auf frische Kräfte. Christopher Nkunku spielte von Beginn an für Emil Forsberg, Lukas Klostermann für Willi Orban – und vorn rein stellte er einen für die vielleicht hohen Bälle, wenn über der Grasnarbe nichts geht: Alexander Sörloth.

Sörloth immer anspielbereit

Der Norweger war gut drin in der Partie. Immer anspielbereit, eine Wand bei Ballverwertungen mit dem Rücken zum Tor, und er leitete die einzige erfolgversprechende Aktion der Messestädter ein, als er in der 37. Minute Nkunku freispielte, der die Vorlage aber frei vor Luthe Richtung Arenadach schoss.

Ob der Treffer gezählt hätte - der Linienrichter entschied auf Abseits. So wie sein Keeper-Kompagnon gegenüber in der 8. Minute, als die Berliner einen von nur drei Gegenstößen vor das RB-Tor spielten. Ein Fehlpass von Dayot Upamecano landete bei Cedric Teuchert, der frei auf Peter Gulacsi zulief, bei der Ballannahme aber in der verbotenen Zone gestanden hatte.

Das Muster der ersten blieb auch das der zweiten Hälfte: RB hatte über 70 Prozent Ballbesitz und klopfte damit gegen die Berliner Mauer, die partout nicht bröckeln wollte. Erst in der 64. Minute ergab sich ein Riss: Sabitzer spielte Nkunku frei, der aus spitzem Winkel Luthe zu einer Parade zwang. Sechs Minuten später klaffte das erste große Loch, das der inzwischen eingewechselte Forsberg mit einem Schuss von kurz hinter der Strafraumkante zur mittlerweile verdienten Führung – und dem späteren Endstand - nutzte (70.).

(RBlive/hen/ukr)