Mintzlaff besucht TrainingslagerRB-Bosse reden bei Gipfeltreffen über „neue Strukturen"

Von Ullrich Kroemer/Martin Henkel Aktualisiert: 09.01.2023, 15:27
Der Ex-Boss und sein wichtigster Transfer: Oliver Mintzlaff und Max Eberl.
Der Ex-Boss und sein wichtigster Transfer: Oliver Mintzlaff und Max Eberl. (RB Leipzig/motivio)

Oliver Mintzlaff ist nicht mehr bei RB Leipzig angestellt, doch auch in seiner neuen Funktion als einer von drei Chefs bei Investor und Hauptsponsor Red Bull ließ es sich der 47-Jährige nicht nehmen, beim Trainingslager von RB Leipzig in Abu Dhabi vorbeizuschauen. Beim Training am Vormittag war der langjährige Vereinspräsident und Geschäftsführer Zaungast und scherzte mit Sportchef Max Eberl.

Mintzlaff auch als Red-Bull-Chef nah dran bei RB Leipzig

Neben Mintzlaff war auch die komplette aktuelle Führungsspitze von RB vertreten. Die Geschäftsführer Florian Hopp (Finanzen) und Johann Plenge (Unternehmensentwicklung) trafen sich im Beisein von Mintzlaff mit Eberl (Geschäftsführer Sport), um die Zusammenarbeit auf Führungsebene abzustimmen.

„Olli hat einen großen Anteil daran, dass ich heute hier bin. Wir tauschen uns immer regelmäßig aus”, sagte Eberl bei einer Medienrunde im Teamhotel. „Ich freue mich sehr, dass er heute hier in Abu Dhabi ist, genauso wie Florian Hopp und Johann Plenge. So kann man sich in entspannter Atmosphäre auf dieser Ebene unterhalten. Es war ja schon eine Veränderung in der Geschäftsführung. Über diese neuen Strukturen reden wir.”

Mintzlaff nach wie vor Chef des Aufsichtsrates bei RB Leipzig und somit auch qua Amtes viel näher am Klub dran als das zuvor etwa Dietrich Mateschitz war.

Eberl muss sportliche Führung neu aufstellen

Zum Inhalt der Gespräche ist noch nichts bekannt. Derzeit ist noch offen, wie Eberl die sportliche Leitung weiter aufstellen will. Vakant ist nach der Trennung von Christopher Vivell die Position des Technischen Direktors, sehr wahrscheinlich wird auch noch ein Sportdirektor dazukommen. Der Ex-Schalker Rouven Schröder, mit dem Eberl gut befreundet ist, wird für den Job diskutiert.

An der Klubspitze fehlt nach Mintzlaffs Abgang ein CEO, der mittelfristig kommen soll. Dafür ist ein Kandidat aus der Wirtschaft wahrscheinlich, der aber noch nicht gefunden ist. „Wir werden noch einen CEO holen. Aber ich will mich da bewusst nicht treiben lassen, wie beim Thema neuer Sportchef, wo wir den Termin zu oft verschieben mussten", hatte Mintzlaff der Bild-Zeitung gesagt.