RB Leipzig

Nagelsmann gefrustet: RB Leipzigs Pokalspiel gegen Augsburg wird nicht verlegt

Von (RBlive/fri/dpa) 15.12.2020, 15:36
RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann und seiner Spieler hätten sich ein früheres Ende des Fußballjahres gewünscht. 
RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann und seiner Spieler hätten sich ein früheres Ende des Fußballjahres gewünscht.  imago/

Der Frust war ihm deutlich anzumerken. RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann ist mit der Entscheidung des DFB, den Leipziger Wunsch zur Verlegung des Pokalspiels beim FC Augbsurg (18.30 Uhr/Sky) am 22. Dezember nicht zu entsprechen, nicht einverstanden.

"Der Stand ist, dass wir spielen werden. Augsburg hat sich aus nachvollziehbaren Gründen gegen eine Verlegung ausgesprochen, von daher werden wir spielen", sagte der 33-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Hoffenheim-Spiel am Dienstag. Er wolle kein böses Blut oder kein Öl ins Feuer gießen. "Aber ich hätte mir ein paar Tage länger zur Regeneration gewünscht."

RB Leipzig wollte Pokalspiel ins neue Jahr verlegen

Wie zuvor bereits Leverkusen und München, deren Gegner keinen Widerspruch gegen die Verlegung eingelegt hatte, wollte Leipzig auch sein Spiel ins neue Jahr schieben. Schließlich hatte RB durch das Finalturnier der Champions League im Sommer keinen Urlaub. Einige Spieler, die Verwandte in Afrika haben, haben ihre Familien teilweise seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen.

Augsburgs Manager Stefan Reuter argumentierte hingegen, dass der FCA bei einer Verlegung mit einer höheren Belastung zurechtkommen müsse, weil seine Mannschaft "nicht den Kader" habe, "um sieben Spiele in einem Monat zu spielen". 

Keine Klage von RB Leipzig

In Leipzig sehen sie das anders. "Grundsätzlich kann ich Dinge verstehen. Ich glaube aber nicht, dass Augsburgs Kader kleiner als unser ist", sagte Nagelsmann am Dienstag. Der FCA, den eine kleine Fehde mit RB verbindet, hatte seine Argumente am Montag dem DFB-Spielausschuss dargelegt. Auch Vertreter von RB Leipzig wurden angehört - vergebens.

RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hatte am Wochenende bei Sky angekündigt, notfalls auch rechtlich Schritte einzulegen. „Wir wären auch bereit, ähnlich wie Leverkusen noch Klage einzureichen”, drohte Mintzlaff. Dazu wird es allerdings nicht kommen. Das Spiel findet definitiv im Dezember statt. Nagelsmann schickte schon mal eine kleine Kampfansage nach Bayern: "Augsburg wird merken, dass wir bereit sind."