SPortliche Führung muss sich noch sortieren

Vivell: Kader bei RB "nicht perfekt" aufgestellt

Von Thomas Fritz Aktualisiert: 20.09.2022, 14:47
Christopher Vivell, der Mann für die langfristige Kaderplanung bei RB Leipzig.
Christopher Vivell, der Mann für die langfristige Kaderplanung bei RB Leipzig. IMAGO / motivio

Nach der Verpflichtung von Max Eberl hat sich Christopher Vivell im Podcast "Kicker meets DAZN" über den neuen starken Mann bei RB Leipzig geäußert. "Ich glaube, das er uns unheimlich viel bringt. Er hat wahnsinnig viel Erfahrung, er ist ewig in der Bundesliga, er hat viele Krisen erlebt und viele Erfolge gefeiert, hat sehr sehr gute Transfers getätigt", sagte der Technische Direktor des Bundesliga-12.

Trotz der tollen Rückrunde und dem Gewinn des DFB-Pokals war die Verpflichtung eines neuen Sportdirektors nach langer Vakanz auf der Position immens wichtig für die Zukunft des Klubs. "Um langfristig erfolgreich und noch besser zu werden", sagte Vivell.

Eberl steigt im Dezember bei RB Leipzig ein

Vivell verkündete etwas überraschend, dass die genaue Rollenverteilung in der neu aufgestellten sportlichen Leitung noch gar nicht festehe. "Wie die Zusammenarbeit genau aussehen wird, da müssen wir uns genau austauschen, wie er meine Rolle sieht, wie wir uns aufstellen", so Vivell. Man wolle sich in den nächsten Tagen zusammensetzen.

Seit dem Ausscheiden von Markus Krösche als Sportdirektor im Sommer 2021 hatten sich RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, Vivell und Florian Scholz, der Kaufmännische Leiter Sport, in die Aufgaben reingeteilt.

Eberl nimmt ab 15. Dezember seine Arbeit als Sportdirektor auf. Der Ex-Gladbacher soll dem Vernehmen nach auch Teil der Geschäftsführung und so mit mehr Macht ausgestattet werden als seine Vorgänger Krösche und Ralf Rangnick. Laut Bild-Zeitung soll er bis 2026 unterschrieben haben.

Prägen Eberl und Rose eine Ära bei RB Leipzig?

Geht es nach Vivell, dann könnten Eberl und Trainer Marco Rose, die sich aus Mönchengladbach kennen und schätzen, eine Ära bei RB Leipzig prägen. "Das Beste ist immer, wenn ein Verein lange mit einem Trainer zusammenarbeitet." Das sehe man gut, an Teams, die oben in der Bundesliga stehen wie Union Berlin. "Das ist das, was wir wieder wollen."

Nachdem mit Jesse Marsch, Domenico Tedesco und Rose drei Trainer in 15 Monaten im Verein tätig waren bzw. sind, geht es auch darum unter Rose wieder eine klare Spielphilosophie zu entwickeln. Diesbezüglich hat es "wegen Trainerwechseln, anderen Vorstellungen, anderen Systemen" zuletzt etwas gehakt, gab Vivell zu.

Und auch mit dem Kader ist er nicht 100 Prozent zufrieden. Der sei "gut aufgestellt, aber nicht perfekt". Rose bemängelte zuletzt mehrfach die geringe Kadergröße, hatte seine Kritik zuletzt aber etwas eingefangen. Offenkundig ist die Lücke auf der Rechtsverteidigerposition. Es wartet einiges an Arbeit auf Max Eberl.