Neuer Sportdirektor bei RB

Verstärkung aus Salzburg bleibt aus

Der neue Sportdirektor von RB Leipzig soll im Herbst bekannt gegeben werden. Jetzt steht fest: Auf personelle Verstärkung von Schwesterklub Red Bull Salzburg kann der Fußball-Bundesligist dieses Mal nicht bauen.

Von Thomas Fritz Aktualisiert: 07.07.2022, 14:29
Christoph Freund ist seit mehr als fünf Jahren Sportchef in Salzburg.
Christoph Freund ist seit mehr als fünf Jahren Sportchef in Salzburg. IMAGO / GEPA pictures

Er war einer der Namen, die häufig in Gerüchten über den neuen Sportdirektor von RB Leipzig auftauchte: Christoph Freund, der in gleicher Funktion beim Schwesterklub Red Bull Salzburg tätig ist. Nun ist es offiziell, dass der 45-Jährige nicht nach Sachsen wechselt. Freund und Geschäftsführer Stephan Reiter haben ihre Verträge vorzeitig bis Juni 2026 verlängert, wie der Klub am Donnerstag bekannt gab.

Damit ist weiter offen, wer Nachfolger von Markus Krösche wird, der im Sommer 2021 zu Eintracht Frankfurt gegangen war. Klubboss Oliver Mintzlaff hatte in der Vorwoche in einem Interview auf der Klub-Homepage angekündigt, dass der Krösche-Nachfolger entgegen früherer Ankündigungen erst nach Ablauf der Transferperiode bei RB beginnen soll. Das wäre am 1. September.

Zudem habe er einem zuvor als „Eins-A-Plus”-Lösung eingestuften Kandidaten aus diversen Gründen abgesagt. Der Grund:  Weil sich „zeitgleich überraschenderweise eine andere Tür" für RB Leipzig geöffnet habe. Und diese verspricht laut Mintzlaff, "eine extrem große Chance”.

Wird Henry Sportdirektor bei RB Leipzig?

Zum offiziellen Trainingsstart der Leipziger am Dienstag überraschte der Technische Direktor Christoph Vivell mit der Aussage: „Dadurch, dass wir noch nicht den idealen Sportdirektor gefunden haben, kommen mehr Themen zu uns und zu mir – deswegen ist das gerade relativ viel.” Vivells Statement stiftete ein Stück weit Verwirrung und wurde auch von einigen Fans als Widerspruch zu Mintzlaffs Ankündigung wahrgenommen. 

Als mögliche Kandidaten für den Posten gelten Weltmeister Per Mertesacker und der frühere Weltklasse-Stürmer Thierry Henry. Der frühere Liverpooler Sportchef Michael Edwards nimmt sich eine Auszeit und steht nicht zur Verfügung. Die gebürtige Russin Marina Granovskaja, die lange die sportlichen Fäden beim FC Chelsea in der Hand hielt, wäre in der derzeitigen politischen Situation wohl nur schwer zu vermitteln.