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  5. Offiziell: Ex-Bayern-Star Martin Demichelis ist neuer Trainer von RB Leipzig

Trainer-Transfer offiziell Demichelis: „Menschen in Leipzig mit Leidenschaft begeistern”

RB Leipzig hat am Montagabend Martin Demichelis verpflichtet. Der Nachfolger des trotz Erfolgs entlassenen Ole Werner unterschrieb genau wie Werner nur einen Zweijahresvertrag.

22.06.2026, 19:11
„Diese Herausforderung hat mich gereizt”: Martin Demichelis ist der neue Coach bei RB Leipzig.
„Diese Herausforderung hat mich gereizt”: Martin Demichelis ist der neue Coach bei RB Leipzig. (Foto: imago/AgenciaLOF)

Leipzig/dpa/ukr – RB Leipzig hat Martín Demichelis als neuen Trainer verpflichtet. Der 45 Jahre alte Argentinier wird Nachfolger des geschassten Ole Werner und erhält genau wie sein Vorgänger auch nur einen Zweijahresvertrag, wie der Fußball-Bundesligist mitteilte. Werner hatte die Sachsen als Tabellen-Dritten zwar in die Champions League geführt, musste nach internen Differenzen aber trotzdem nach nur einjähriger Amtszeit gehen.

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Der frühere Bayern-Profi Demichelis war zuletzt bei RCD Mallorca in der spanischen Liga tätig. Er hatte seinen Vertrag nach dem Abstieg mit dem Klub zunächst verlängert. Er soll von einer Ausstiegsklausel in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro Gebrauch gemacht haben. Der frühere Abwehrspieler gilt als Wunschlösung des globalen RB-Fußball-Chefs Jürgen Klopp, der mit seinem Beraterteam entscheidend eine Änderung beim Red-Bull-Vorzeigeklub in Leipzig forciert hatte.

Schäfer: „Klare Spielidee, hohe Intensität, fachliche Kompetenz”

„Martín verbindet eine klare Spielidee mit hoher Intensität und fachlicher Kompetenz”, sagte RB Leipzigs Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer. Der 42 Jahre alte Sportchef verwies zudem auf die internationalen Erfahrungen mit Trainerstationen auch in Argentinien und Mexiko. „Diese internationale Perspektive passt hervorragend zu RB Leipzig und zur globalen Ausrichtung”, sagte Schäfer. Das darf man ruhig auch als Hinweis darauf deuten, dass Demichelis auch wegen seiner Strahlkraft als Ex-Profi geholt wurde. 

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Demichelis selbst nannte RB Leipzig einen ambitionierten Klub mit einer klaren Idee, herausragenden Talenten und dem Anspruch, sich auf höchstem Niveau kontinuierlich weiterzuentwickeln. „Genau diese Herausforderung hat mich gereizt”, sagte er in der Vereinsmitteilung.

Demichelis: „Mutiger, intensiver, attraktiver Fußball”

Ohne Vorgänger Werner zu nennen, betonte er: „Ich komme mit großem Respekt für die Arbeit, die hier geleistet wurde. Darauf möchte ich aufbauen und gemeinsam mit dem Team den eingeschlagenen Weg weitergehen.” Demichelis will nun eine Mannschaft formen, „die mutigen, intensiven und attraktiven Fußball spielt, Verantwortung übernimmt und die Menschen in Leipzig mit ihrer Leidenschaft begeistert”. Doch das dürfte anfangs schwer werden, da viele Fans den Trainerwechsel ebenso wenig nachvollziehen können wie die meisten Experten und Beobachter in der Branche. 

Drittliga-Abstieg mit der Bayern-Reserve

In München wurde er zwischen 2003 und 2010 jeweils viermal Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger. Insgesamt lief Demichelis 259 Mal für den deutschen Rekordmeister auf. Der 51-malige Nationalspieler bestritt 2014 mit Argentinien das WM-Finale, das 0:1 gegen die DFB-Auswahl verloren ging.

Bei seiner ersten Cheftrainerstation bei der U19 des FC Bayern beerbte er Sebastian Hoeneß, ehe er die Bayern-Reserve übernahm und aus der 3. Liga abstieg. Vorzeitig verließ er die Münchner und ging zurück in seine Heimat, wo er zur Saison 2022/2023 Cheftrainer von River Plate wurde. Mit dem Rekordmeister, wo er seine Spielerkarriere 1998 startete, holte er im Juli 2023 die Meisterschaft. Beide Seiten trennten sich aber vorzeitig. Dann zog es Demichelis nach Mexiko zu CF Monterrey.

Gomez und Demichelis einst zusammen beim FC Bayern

In Leipzig trifft er wieder auf Ex-Kollege Mario Gomez, Technischer Direktor beim globalen RB-Soccer-Team. Beide spielten beim FC Bayern (2009/2010) zusammen und standen am 22. Mai 2010 auch mit auf dem Platz, als der deutsche Rekordmeister in Madrid 0:2 gegen Inter Mailand im Champions-League-Finale verlor.