Effenberg, Basler, Matthäus „Wie eine Marionette”: Fußball-Promis teilen gegen Klopp aus
Jürgen Klopp steht derzeit hart in der öffentlichen Kritik – zu Recht. Auch die prominenten deutschen Experten äußerten sich allesamt kritisch gegen Klopp und verteidigten den weit weniger namhaften Ole Werner.

Leipzig/ukr – Jahrzehntelang war Jürgen Klopp der Liebling der deutschen Fußballöffentlichkeit. Doch der Wind hat sich gedreht. Nach der konzertierten Aktion des Head of Global Soccer von Red Bull, Ole Werner an RB Leipzig vorbei als Trainer abzulösen, während dieser im Urlaub weilte, hat sich Klopp viele Feinde gemacht. Auch unter den prominenten deutschen Fußball-Experten.
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„Der Trainer ist nur ein Spielball von Klopp”
Stefan Effenberg, Mario Basler und Lothar Matthäus fanden allesamt deutliche Worte kontra Klopp und pro Ole Werner und RB Leipzig. Im WM-Doppelpass auf Sport1 sagte Ex-Nationalspieler Basler: „Ich finde das, was Jürgen Klopp mit Ole Werner gemacht hat: wie eine Marionette! Es ist doch scheißegal heute, ob du Trainer, ob du Erster oder Letzter bist. Wenn irgendeiner, der eine hohe Position in einem Verein hat, keinen Bock mehr auf das Gesicht vom Trainer hat, schmeißen die den raus”, redete sich der dreimalige Deutsche Meister in Rage und platzierte eine zwar unrealistische, aber im Grunde kluge Idee.
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Der Trainer, so Basler, müsse eigentlich derjenige sein, der am im Verein am meisten verdient. Dann würden die Coaches nicht so leichtfertig entlassen und erhielten die ihrer Verantwortung angemessene Entlohnung. Und Basler setzte noch einen drauf: „Deswegen wäre ich dafür, dass jeder Trainer, wenn er rausgeschmissen wird, 20 Millionen Euro Abfindung kriegt. Weil der Trainer ist nur noch das Arschloch und Spielball von einem, wie jetzt im Moment, von Jürgen Klopp.”
Effenberg: „Klopp ist hohes Risiko”
Effenberg warnte: „Das ist ein hohes Risiko, was die Verantwortlichen gehen. In erster Linie mit Jürgen Klopp.” Damit spielte er auf das Wagnis an, dass RB alles auf die Karte Klopp setzt, obwohl dieser auch als Topkandidat für den Job als nächster Bundestrainer gehandelt wird und seine Aufgabe bei Red Bull bereits im September beenden könnte, wenn die DFB-Auswahl eine schlechte WM spielt und er gebraucht wird. Damit hatte Klopp bereits kokettiert.
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Andere Trainerjobs wie die ständig an ihn herangetragenen Offerten von großen Klubs wie Real Madrid würde Klopp nicht annehmen, aber wenn die DFB-Auswahl ruft – das hatten der 59-Jährige und sein Berater Marc Kosicke mehrfach betont – könne Klopp nicht absagen. Und in diesem Falle könnte Red-Bull-CEO Oliver Mintzlaff auch gar nicht anders, als Klopp ziehen zu lassen.
Matthäus über Klopp: „Er ist der Alleinherrscher”
Effenberg ergänzte: „Also, ich bin gespannt auf die neue Saison, ob das wirklich so aufgeht, wie die Verantwortlichen sich das vorstellen oder sich wünschen. Weil Fußball ist manchmal ein bisschen anders.” Martin Demichelis soll in dieser Woche bei RB Leipzig unterschreiben, es sind nur noch vertragliche ´Details und Formalitäten zu klären.
Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus formulierte bei Bild-TV ganz treffend, wie stark der Einfluss von Klopp tatsächlich für RB ist. „Klopp ist Leipzig. Ohne Klopp läuft da gar nichts mehr. Auch wenn er nach außen hin bisschen unschuldig tut. Ohne Klopp gibt es keine Fußballentscheidung in diesem Red-Bull-Kosmos mehr”, erklärte Matthäus. „Er ist der Alleinherrscher. Er hat das letzte Wort.”