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  5. Nach Entlassung von Marco Rose in der Kabine: Jürgen Klopp rückt näher ans RB-Team heran

Nach Rose-Entlassung in der Kabine Klopp rückt näher an die Mannschaft

Jürgen Klopp war beim 1:3-Pokal-Aus von RB Leipzig beim VfB Stuttgart omnipräsent – auf der Tribüne und in der Kabine. Nach der Entlassung von Marco Rose nimmt der Red-Bull-Funktionär mehr Einfluss auf die Mannschaft und den Trainer als zuvor.

Von Ullrich Kroemer 03.04.2025, 08:37
Eng dran: Jürgen Klopp.
Eng dran: Jürgen Klopp. (Foto: imago/MIS)

Stuttgart/LeipzigJürgen Klopp war wohl der gefragteste Gesprächspartner der DFB-Pokalnacht im Stuttgarter Stadion. Zum zweiten Mal seit seinem Amtsantritt bei Red Bull besuchte der 57-Jährige beim 1:3 in Stuttgart ein Spiel von RB Leipzig im Stadion. Da Klopp in Stuttgart geboren ist, drängten sich die Gesprächspartner um ihn – von Ministerpräsident Winfried Kretschmann bis zu Europameister Hansi Müller.

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Und natürlich hatte „Kloppo” in der Loge auch die gesamte RB-Entourage um sich, die sich so wichtige Hinweise von dem Heilsbringer erhofft. Eingerahmt von seinem engsten Mitarbeiter, Mario Gomez, und Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff verfolgte er die Partie, jubelte am euphorischsten, als RB das 1:2 erzielte, und zeigte seine strahlend weißen Zähne.

Klopp in der Kabine

„Wir haben auf der Tribüne geredet, das bringt der Fußball so mit sich, vor dem Spiel, während des Spiels, nach dem Spiel”, berichtete Sportchef Marcel Schäfer. „Jeder hat gesagt, was er sieht und was ihm aufgefallen ist. Trotz der Niederlage klatscht man sich dann auch ab, wie es sich gehört für eine Mannschaft und eine Zusammenarbeit.”

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Neu aber war, dass Klopp nach dem Trainerwechsel auch enger an der Mannschaft dran ist. Nach der für RB bitteren Niederlage trotz deutlicher Leistungssteigerung in vielen Elementen tauchte Klopp laut Schäfer auch in der Kabine auf und sprach den Spielern und dem Team um Interimstrainer Zsolt Löw Mut zu.

Ansprache vor Rose-Entlassung

„Wir hatten einen kurzen Austausch nach dem Spiel”, berichtete Löw. „Er hat gesagt, dass er ganz klar gesehen hat, was wir vorhatten und eine klare Änderung erkannt hat.” Doch neben der Effizienz vor dem gegnerischen Tor müsse die Mannschaft vor allem an der Verteidigung der Standardsituationen arbeiten. „Wir hatten nicht viel Zeit, in den tieferen Austausch zu gehen, aber wir werden in den nächsten Tagen sprechen und er wird uns seine Ratschläge mitgeben”, kündigte Löw an.

Offenbar rückt Klopp nun nach der Entlassung von Ex-Trainer Marco Rose näher an Spieler uns Trainer heran als das zuvor gewollt war. Wie die Sport-Bild berichtet, soll Klopp bereits am Mittwoch vor Roses letztem Spiel in Gladbach zum Team gesprochen haben. Eine Maßnahme, die die Mannschaft zusätzlich motivieren und die nachhallen sollte. Danach jedoch soll auch Rose noch einmal das Wort ergriffen haben, was im Klub nicht gut ankam.

Klopps Einstieg als RB-Trainer ausgeschlossen

Nun ist Klopp durch die Installation seines langjährigen Co-Trainers Peter Krawietz ohnehin ganz nah am Team und eben auch selbst auf Tuchfühlung. Nur dass der Erfolgstrainer den Job ab Sommer selbst übernimmt, schloss Mintzlaff am Sky-Mikrofon vor der Partie zu „1000 Prozent” aus. Der Bonner sagte lachend: „Vorher würde ich das noch machen, und das will wirklich keiner sehen.”