RB Leipzig

Ralf Rangnick über RB-Zugang Kluivert "Justin erhöht die taktischen Möglichkeiten deutlich"

Von (RBlive/hen)
06.10.2020, 11:59
Ralf Rangnick
Ralf Rangnick Imago/Martin Hoffmann

Ralf Rangnick hat sich vor einigen Wochen aus dem Orbit von RB Leipzig verbschiedet. Das jüngste Leihgeschäft der Sachsen läuft ihm aber noch über den Weg. Justin Kluivert, 21, den RB am Deadlineday von der AS Roma verpflichtet hat, sagte, er sei 2018 schon mal mit dem Bundesligisten im Gespräch und vor Ort gewesen.

Rangnick: "Kluivert erfüllt das Profil zu 100 Prozent"

Also zu Rangnicks Zeit als Trainer. Näher darauf ein ging der 62-Jährige gestern nicht, sagte aber, er habe sich intensiv mit dem Sohn der niederländischen Sturmlegende Patrick Kluivert beschäftigt. Kluivert Jr., war in der Akademie von Ajax Amsterdam groß geworden, eher er von Leipzig und Rom umgarnt wurde. Er entschied sich für die Serie A.

RB-Coach Julian Nagelsmann hatte sich für die neue Saison noch einen schnellen Tempo-Dribbler gewünscht, der auch als Flügelspieler auflaufen könne. Er bekam ihn. "Dieses Profil erfüllt Kluivert zu 100 Prozent", sagte Ragnick by Sky Sport. "Das ist sicherlich auch ein Spieler, der die taktischen Möglichkeiten von Julian und der Mannschaft nochmal deutlich erhöht."

Neuer Job? Gern in England

Gleichzeitig ist das alles aber auch nicht mehr sein Beritt. Rangnick war 2012 als Gesamtsportchef für die Red Bull Fußballstandorte von Gründer Dietrich Mateschitz eingestellt worden und hatte in Leipzig und Salzburg mit dem Aufbau von klaren Strukturen und einem unverwechselbaren Fußballstil maßgeblich die Grundlagen geschaffen, auf denen sich zwei aktuelle Champions-League-Teilnehmer entwickeln konnten.

Zwei Mal fungierte er als Trainer bei RB, 2019 zog er sich aus dem Verein zurück, um Julian Nagelsmann freie Hand bei der Weiterentwicklung des Teams zu lassen. Ein Jahr arbeitete er noch als Fußball-Chefentwickler bei Red Bull, diesen Sommer legte er auch diese Aufgabe nieder.

Eine Weile lang war Rangnick als neuer starker Mann beim AC Mailand im Gespräch, nach einer guten Rückrunde hielten die "Rossoneri" aber an ihrem alten Coach fest. Seitdem sondiert Rangnick die Gegend. Nochmal einen Klub formen, das würde ihn reizen: Entwicklungsarbeit leisten. "Ich hätte nichts dagegen, wenn das Ganze in England wäre", sagte Rangnick mit einem Schmunzeln. Schließlich habe er Englisch studiert und Beziehungen in das Land aufgebaut.