RB Leipzig

Ralf Rangnick würde Europa „gerne mitnehmen“

17.11.2016, 09:54
RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick.
RB Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick. imago/Christian Schroedter

Ralf Rangnick hat klargemacht, dass der bei RB Leipzig ausgerufene Salary Cap nicht von Dauer sein wird. Die selbst auferlegte Beschränkung bei den Gehaltszahlungen werde bei künftigen Vertragsverhandlungen fallen. „Wir haben auch gesagt, der sogenannte interne Salary Cap gilt nicht für die nächsten fünf Jahre.“ Das erklärt der Sportdirektor im DPA-Interview.

RB Leipzig hatte vor der Saison ein Maximalgehalt von 3 Millionen Euro pro Spieler pro Jahr beschlossen. Damit soll auch das organische Wachstum des Teams und der Zusammenhalt in der Mannschaft gestärkt werden. Dass die Gehälter künftig die aktuelle Grenze überschreiten werden, ist logisch für einen Verein, der weiter wächst.

Ralf Rangnick würde Europa „gerne mitnehmen“

Ob man mit diesem Zusammenhalt in einen europäischen Wettbewerb einziehen kann, weiß Ralf Rangnick nicht. Man habe keine „Glaskugel“. Man versucht, „das Beste aus allem zu machen“ und mit Rückschlägen umzugehen. Am Ende der Saison werde man dann „gerne mitnehmen“, was man sich erarbeitet hat. Entsprechend heißt das auch, dass die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb am Ende der ersten Saison in der Bundesliga für Rangnick nicht zu früh käme.

Allerdings gehe es aktuell vor allem um „die Weiterentwicklung von Spielern und Mannschaft“. Hierbei „wird fantastisch gearbeitet und das in einer zwischenmenschlich völlig harmonischen Atmosphäre“. Dafür sei zuvorderst Trainer Ralph Hasenhüttl „der entscheidende Faktor“: „Ohne die Arbeit von ihm und seinem Stab wären wir nicht da, wo wir jetzt in der Tabelle stehen.“

Keine neuen Ziele für die Bundesliga

Von der Meisterschaft rede man im Verein trotz des Tabellenstands weiter nicht. Es gebe diesbezüglich „keine neue Sichtweise“. Oliver Burke hatte zuletzt öffentlich vom Meistertitel mit RB Leipzig geträumt. Ralf Rangnick glaubt, dass das daran liegt, dass der Schotte die Bundesliga noch nicht so gut kennt.

„Träumen ist erlaubt“, erklärt der 58-Jährige, „aber Oliver kennt die Liga noch nicht lange genug und die Dominanz, die andere Vereine in den letzten Jahren hatten. Das ist auch kein Wunder, denn gegen Bayern hat er noch nie gespielt und gegen die anderen auch maximal erst einmal.“ Ralf Rangnick hatte zuletzt einen Meistertitel für RB Leipzig in den letzten fünf Jahren als „unwahrscheinlich“ bezeichnet, ein solches Vorkommnis aber auch nicht ausgeschlossen.