RB Leipzig

Rangnick im Doppelpass: „Einige Spieler nicht in Top-Verfassung”

20.08.2017, 14:19
Sportdirektor Ralf Rangnick
Sportdirektor Ralf Rangnick imago/Eibner

Ralf Rangnick hat sich am Sonntagvormittag bei Sport1 über die 0:2-Auftaktniederlage von RB Leipzig auf Schalke geäußert. Unter anderem über die Gründe für die Pleite, das Elfmeter-Foul von Dayot Upamecano, den heftig ausgepfiffenen Timo Werner und Saisonziele.

Ralf Rangnick sagte: „Wir sind noch nicht auf allen Positionen in der Top-Verfassung, in der wir im vergangenen Jahr waren, und dann wird es auch schwer, Spiele zu gewinnen.” Unter anderem nannte er Timo Werner, der nach dem Confed-Cup-Sieg mit dem Nationalteam erst gut zwei Wochen nach dem Trainingsstart ins Training eingestiegen war und dazu noch eine Pause wegen einer Zerrung hatte.

Rangnick: „Spiel für Werner war schwierig”

„Für Timo Werner war das Spiel schwierig”, sagte Rangnick. „Ich war 30 Sekunden nach Abpfiff in der Kabine und habe noch nie einen Spieler gesehen, der so schnell in der Kabine war. Er war froh, dass dieses Spiel vorbei ist.” Werner war auf Schalke 90 Minuten lang ausgepfiffen worden und hatte nur einen Torschuss.

Zum Fauxpas der Schalker, dass beim Verlesen der Aufstellungen kein Bild von Werner auf der Anzeigentafel gezeigt wurde, sagte Rangnick schmunzelnd: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass speziell auf Schalke zu Saisonbeginn immer mal wieder Dinge schieflaufen”, sagte Rangnick. „Dass das kein Zufall war, ist klar. Man hätte auch ein anderes Autogrammbild nehmen können.”

„Anfällig für Konter”

Und auch die Gründe für die Niederlage beleuchtete der RB-Sportdirektor: „Mit dem Ball sah das schön aus, aber so richtig torgefährlich sind wir nicht geworden.” Und: „Unsere Spielweise ist wenn überhaupt, dann am ehesten anfällig für Konter.”

Den Elfmeter, der zum 1:0 für Schalke führte, hätte Rangnick nicht gegeben. „Wenn das ein Elfmeter war, haben wir in jedem Spiel drei, vier Elfmeter”, so Rangnick. Das 2:0 analysierte der 59-Jährige so: „Ein so krasser Fehlpass von Laimer darf da nicht passieren. Und Willi Orban muss in der Situation klar fallen, sich nach hinten abkippen lassen. Das ist auch die Vorgabe des Trainers.”

Saisonziel: „Platz unter den ersten Vier wäre noch größere Überraschung”

Zum weiteren Saisonverlauf äußerte sich Rangnick auch. „Wir müssen in die Form der vergangenen Saison kommen, dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen. Das hat nichts mit entschlüsselt zu tun.” Und zu den Zielen wiederholte der Manager: „Bei uns erwartet keiner, dass wir eine solche Saison wiederholen wie die vergangene. Wenn wir Zehnter in der Bundesliga werden und in der Champions League die Gruppenphase überstehen, würde ich das sofort unterschreiben.” Und: „Wenn wir unter dieser Belastungssituation unter die ersten Vier kommen, wäre das eine noch größere Überraschung als in der vergangenen Saison.”