RB Leipzig

RB-Fans.de sorgen sich um Vereinsentwicklung

04.08.2016, 14:43
Wird von den RB-Anhängern nicht nur unkritisch gesehen: Oliver Mintzlaff.
Wird von den RB-Anhängern nicht nur unkritisch gesehen: Oliver Mintzlaff. GEPA Pictures – Roger Petzsche

„Aktuell ist die Frage aufzuwerfen, ob die Einnahmen- und Ausgabenoptimierung noch mit Fanbelangen im Gleichklang stehen“, so heißt es in einem kritischen Beitrag auf der Fanseite rb-fans.de, der auch Äußerungen von RB-Vorstandsvorsitzendem Oliver Mintzlaff aufgreift. „Das Pendel schwenkt gerade sehr stark in Richtung Einnahmen- und Ausgabenoptimierung“, konstatiert man weiter.

Hintergrund sind verschiedene Vereinsentscheidungen wie ein zum Fanshop umgenutztes Fanhaus, ein gestrichener Sonderzug zum Spiel nach Duisburg, eine nicht sehr fanfreundliche Aufstiegsfeier, hohe Ticket- und Trikotpreise oder der im Raum stehende Stadionneubau am Stadtrand.

Man habe bei vielen Entscheidungen den Eindruck, dass „Fanbelange“ in den Hintergrund geraten. Als negatives Zukunftsszenario verweist der Beitrag auf die Nationalmannschaft, wo man mit rückläufigen Zuschauerzahlen und schlechter Stimmung kämpft.

Entsprechend lautet das Fazit bei rb-fans.de: „Der Marketingslogan „Wir sind E1ns“ stand exemplarisch für das Verhältnis zwischen Fans und Verein in den vergangenen Jahren, geht die aktuelle Entwicklung allerdings weiter, dann ist dieser Slogan in Frage zu stellen.“

Kein ganz uninteressantes Fazit, was natürlich auch Fragen zum Binnenklima zwischen Verein und Teilen der Fans aufwirft. An der Schnittstelle zwischen nüchternem Vereinspragmatismus und nicht ganz so nüchternen Fanbedürfnissen ist solch Knirschen aber wohl auch eher der Normalfall und am Ende vermutlich die Frage, an welcher Stelle man sich trifft.