Überraschung im Stutzen

Das steckt hinter dem Ballonjubel von Christopher Nkunku

Von ukr/dpa Aktualisiert: 02.11.2022, 22:21
Noch genug Puste zum Ballonaufblasen: Christopher Nkunku.
Noch genug Puste zum Ballonaufblasen: Christopher Nkunku. (imago/Picture Point LE)

Christopher Nkunku trifft wieder wie am Fließband. Beim 4:0 gegen Schachtjor Donezk eröffnete der Spieler des Spiels den Torreigen und schoss sein viertes Tor im vierten Spiel hintereinander. Nach seinem Tänzchen am Samstag gegen Leverkusen ließ sich der sonst so introvertierte Star erneut einen besonderen Jubel einfallen.

Nach seinem Treffer kramte er einen roten Luftballon aus dem Stutzen, blies diesen auf und breitete die Arme weit aus. Fans und Beobachter rätselten, was es mit der Geste auf sich hat.

Politisches Zeichen oder verlorene Wette?

Steckt hinter dem Ballonjubel etwa eine neue Instagram-Challenge? Eine verlorene Wette? Oder wollte Nkunku gegen den Gegner aus der Ukraine gar ein politisches Zeichen setzen und einen von 99 Luftballons in den Warschauer Abendhimmel senden, wurde gemutmaßt? Schließlich heißt es in der letzten Strophe von Nenas Hit: „Neunundneunzig Jahre Krieg, ließen keinen Platz für Sieger”.

Doch die Wahrscheinlichkeit, dass der 1997 geborene Franzose Nena und ihren Hit von 1983 kennt, ist nicht besonders hoch. Und so ist die Erklärung auch viel profaner. Wie der Goalgetter nach dem Spiel mitteilte, war der Ballon schlicht seinem kleinen Sohn gewidmet. „Das war für meinen Sohn. Er mag Ballons”, sagte der 24-Jährige. Der Kleine feiert im Dezember seinen dritten Geburtstag, ein kleines Geschenk gab es vom Papa somit schon vorab.

Marco Rose: „Ein schöner Moment”

Trainer Marco Rose gefiel der Gruß seines Topstars nach Leipzig. „Ich habe erfahren, dass er einen kleinen Sohn hat, der rote Luftballons liebt. Es ist doch schön, wenn man als Papa bei einem Tor an seine Familie denkt und so eine Botschaft sendet – ein schöner Moment, finde ich.”

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