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RB Leipzig gegen Bayer, die Reaktionen zum 1:1: „Hradecky: „Ein Spaziergang” – Sabitzer: „Nicht giftig”

Von (RBlive/ukr/mhe)
01.03.2020, 18:36
Hinterhergelaufen: Marcel Sabitzer gegen Nadiem Amiri.
Hinterhergelaufen: Marcel Sabitzer gegen Nadiem Amiri. imago/Jan Hübner

Leverkusen wundert sich, Leipzig rätselt über die Gründe eines blutleeren Auftritts der Leipziger beim 1:1 gegen Bayer Leverkusen am Sonntagabend:

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): „Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, der Leverkusen auf Distanz hält. Heute war nicht mehr drin. Mit den ersten zehn Minuten war ich zufrieden. Danach war es sehr müde, sehr träge, wir haben kaum noch Tempowechsel hingekriegt. Man hatte den Eindruck, dass beide Teams nicht verlieren wollten. Wir sind viel hin und hergetrabt, hatten wenig Dynamik. Das war kein gutes Spiel von uns. Das war nicht zu vergleichen mit dem, was wir gegen Tottenham, Bayern oder auf Schalke geleistet haben.”

Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen): „In der ersten Halbzeit war ich zufrieden. Da haben wir versucht, hoch Druck zu machen, dominant zu spielen und hatten gute Torchancen. In der zweiten Halbzeit war es langweilig, Leipzig hat nicht hoch Druck gemacht, wir wollten nicht die einfachen Bälle verlieren. So ging das Spiel dahin. Aber wenn man gegen eine sehr gute Mannschaft unentschieden spielt, dürfen wir auch zufrieden sein.”

Sabitzer: „Uns haben die Mittel und die Überzeugung gefehlt”

Marcel Sabitzer (Kapitän RB Leipzig): „Wir waren echt nicht gut heute, wir waren nicht giftig, die Intensität in den Zweikämpfen war nicht gut, das Anlaufen war schlecht. Das Positive ist, dass wir auf Rang fünf keine Punkte verloren haben. Wir wollten das Spiel gewinnen, aber uns haben die Mittel und die Überzeugung gefehlt. Man hat nicht gesehen, dass die am Donnerstag ein Spiel hatten. Man könnte meinen, dass wir am Freitag noch gespielt haben, so wie wir phasenweise in den Zweikämpfen und im Anlaufen agiert haben.”

Oliver Mintzlaff (Geschäftsführer RB Leipzig): „Wir waren nicht so griffig, haben vorn falsche Entscheidungen getroffen, hatten zu viele Ballverluste. Das kann mal passieren, wir sind Menschen und keine Maschinen. Dass der Abstand zu Leverkusen gleich bleibt, ist wichtig. Es ist nichts passiert, was unsere Ziele angeht. Wir haben müde gewirkt. Das war kein gutes Spiel.”

Patrik Schick (Stümer RB Leipzig): „In der ersten Halbzeit haben wir gespielt, was wir spielen wollten und hatten Chancen. Die zweite war dann nicht wie die erste, wir hatten den Ball nicht mehr. Wir sind heute viel ohne den Ball gerannt und haben dadurch am Ende Kraft verloren. Das war heute ein wichtiges Spiel und sehr taktisch geprägt. Das 1:1 ist gerecht."

Hradecky: „Es war keine heiße Atmosphäre”

Sven Bender (Mittelfeldspieler Bayer Leverkusen): „Wenn man sieht, welch starker Gegner RB Leipzig ist, geht das 1:1 auch in Ordnung. Aber wir waren heute über 90 Minuten sehr gut, haben ein starkes Auswärtsspiel gemacht, vielleicht wäre heute mehr dringewesen. Ärgerlich, dass wir nur einen Punkt geholt haben. Wir hatten viel Ballbesitz, hatten die Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden. Aber wir wissen, dass wir gut gespielt haben. Das gibt uns Rückenwind für die weiteren Wochen.”

Lukas Hradecky (Torhüter Bayer Leverkusen): „Ich weiß nicht, ob die vor uns Respekt hatten oder ob wir es richtig gut gemacht haben. Aber für mich war das wie ein Spaziergang. Es war keine heiße Atmosphäre, und sie sind auch nicht draufgelaufen. Wir haben aber auch keine Fehler gemacht. Das war der Schlüssel. Wir hatten die besseren Chancen, das Spiel zu gewinnen. Aber wir müssen damit zufrieden sein, weiter geht’s. Ein Punkt hier ist nicht schlecht. Ich war überrascht, dass sie damit zufrieden waren, zu Hause 1:1 gegen Leverkusen zu spielen.”