RB Leipzig

RB Leipzig: Sidney Raebiger könnte gegen Union Berlin zweitjüngster Bundesliga-Debütant werden

Von Thomas Fritz 18.05.2021, 08:30
RB Leipzigs Sidney Raebiger (r.) und Kevin Kampl im Trainingsduell. 
RB Leipzigs Sidney Raebiger (r.) und Kevin Kampl im Trainingsduell.  imago images/motivio

Beim 2:2 (0:2) gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag stand Sidney Raebiger erstmals im Profi-Kader von RB Leipzig. Der 16-Jährige wurde von Coach Julian Nagelsmann aufgrund des Spielverlaufs aber nicht eingewechselt und verpasste damit sein Bundesliga-Debüt. „Erst einmal ärgere ich mich extrem. Ich hätte ihn gerne heute eingewechselt", sagte Nagelsmann nach dem Schlusspfiff, wie auch Ligainsider berichtete. "Aber das war tatsächlich dann nicht möglich. Dafür war das Spiel zu eng und der Gegner zu gut, dass ich ihm das hätte zumuten wollen.“

Raebiger wäre mit 16 Jahren und 29 Tagen nach dem Dortmunder Youssoufa Moukoko (16 Jahre und 1 Tag) der zweitjüngste Bundesliga-Debütant aller Zeiten gewesen. Normalerweise kickt der gebürtige Sachse in der U17 der Leipziger und trainiert seit Jahresbeginn regelmäßig bei den Profis mit.

Nagelsmann: Raebiger besitzt "eine große Gabe"

Julian Nagelsmann ist schon jetzt Raebiger-Fan. Der 33-Jährige bescheinigte dem U16-Nationalspieler zu Jahresbeginn "eine große Gabe", die aufgrund seines Alters nur noch nicht von einem stabilen Körper begleitet werde. Seine erste Kader-Nominierung gegen Wolfsburg begründete der Fußballlehrer so: „Verdient hat er es sich durch gute Leistungen im Training. Vor allem die ersten vier Wochen waren extrem gut. Dann ist er körperlich bedingt ein bisschen in ein Loch gefallen. Er hatte ein paar Verletzungen und Wehwehchen. Aber er ist jetzt wieder gut drin."

Ob der zentrale Mittelfeldspieler im Saisonfinale gegen Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr/Sky) seine ersten Minuten im deutschen Oberhaus sammeln kann, ist noch ungewiss. In dem quasi-bedeutungslosen Spiel könnten mit Dani Olmo und Marcel Halstenberg zwei arrivierte Kräfte zurückkehren. „Ich würde es gerne machen. Aber es muss dann sinnvoll sein und (...) das werden wir dann in Ruhe die Woche entscheiden", sagte Nagelsmann. "Auch müssen wir schauen, wie die medizinische Lage ist. Wenn er mitfährt, würde ich es schon gerne probieren, ihm ein paar Einsatzminuten zu geben."