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RB stößt Fürth in den AbgrundVerteidiger Bauer verliert Schneidezahn

Von dpa/sid/ukr Aktualisiert: 14.03.2022, 06:47
Wo ist der Zahn? Maximilian Bauer blutete stark aus dem Mund.
Wo ist der Zahn? Maximilian Bauer blutete stark aus dem Mund. (imago/Zink)

Diego Demme kennt dieses unschöne Gefühl. Auch die RB-Legende büßte während eines Spiels mal einen Zahn ein, schoss aber bei der Gelegenheit immerhin sein erstes Tor für RB.

Die 1:6-Klatsche gegen RB Leipzig wird Maximilian Bauer von der SpVgg Greuther Fürth keinen Trost spenden. Der Innenverteidiger hat an diesem aus Fürther Sicht trostlosen Abend auch noch einen Schneidezahn verloren. Bauer musste nach der Partie ins Krankenhaus gebracht werden. Weitere Details konnte Trainer Stefan Leitl noch nicht nennen. Bauer musste nach einem Treffer von Yussuf Poulsen im Zweikampf blutend ausgewechselt werden. Für den 22-Jährigen kam Simon Asta in der 75. Minute in die Partie.

Meyerhöfer: „Anzulügen brauchen wir uns nicht”

Von den Anhängern wurden die Gastgeber zwar gefeiert, als bestünde noch Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg - doch diese Liebesbeweise nahmen die Spieler der SpVgg Greuther Fürth nach dem desaströsen 1:6 (1:4) gegen RB Leipzig eher verschämt zur Kenntnis. „Es fühlt sich gut an, dass die Fans auch nach so einer Niederlage zu uns stehen”, sagte Torschütze Jamie Leweling. Sein Mannschaftskollege Marco Meyerhöfer sprach dennoch von einem „ganz schlimmen Tag”. Paul Seguin nannte diesen „Rückschlag” ein „fatales Signal”.

Acht Spiele sind es noch bis zum Saisonende, doch der Aufsteiger aus Franken muss sich nach dem Debakel gegen spielfreudige Leipziger wohl endgültig mit dem sofortigen Abstieg befassen. Zum Relegationsplatz, auf dem der VfB Stuttgart steht, fehlen dem Kleeblatt neun Punkte. „Anzulügen brauchen wir uns nicht, wir kennen die Tabelle”, sagte Meyerhöfer und ergänzte tapfer: „Die Punkte sind nicht leicht aufzuholen. Uns ist bewusst, dass es eine schwere Aufgabe ist.”

War es das für die SpVgg Greuther Fürth, Stefan Leitl?

Fürth war gut in die Rückrunde gestartet, hat aber die Patzer der Konkurrenz im Abstiegskampf nicht nutzen können. Nach dem Sieg gegen Hertha BSC gelang der Mannschaft von Trainer Stefan Leitl nur noch ein Punkt aus den folgenden vier Spielen. War es das also? „Diese Frage", sagte der erkennbar gefrustete Leitl, „möchte ich nicht beantworten.”

Einen Seitenhieb auf die Einstellung von Teilen seiner Mannschaft wollte sich Leitl aber nicht aufsparen. „Ich finde, es ist etwas Besonderes, wenn die SpVgg Greuther Fürth in der Bundesliga spielen darf. Das haben wir uns sehr hart erarbeitet", sagte er und ergänzte, „der ein oder andere Spieler in der Mannschaft” müsse sich schon Fragen gefallen lassen - „und da meine ich nicht die Spieler, die mit uns aufgestiegen sind.”

Dazu zählt auch Bauer, doch der U21-Nationalspieler geht nicht mit zurück ins Oberhaus. In der kommenden Saison spielt er beim FC Augsburg – mit neuem Schneidezahn. Diego Demme hat den alten übrigens in eine Vitrine gestellt.