nkunku gegen augsburg fit?

RB-Personal im Belastungsstress: Weitere Ausfälle drohen

Von Martin Henkel 19.10.2022, 05:15
Mukiele (am Handy) war zu Besuch und saß neben dem an der Hand operierten Nkunku
Mukiele (am Handy) war zu Besuch und saß neben dem an der Hand operierten Nkunku (imago/matthias koch)

Es ist kein Geheimnis mehr, dass RB Leipzigs Kader durch den Winter-WM gestrafften Kalender beginnt, Federn zu lassen. Beim Spiel gegen den Hamburger SV in der 2. Runde des DFB-Pokals fehlten angeschlagen oder krank: Timo Werner, Christopher Nkunku und Marcel Halstenberg. Plus die Langzeitverletzten Lukas Klostermann, Konrad Laimer, Peter Gulacsi sowie Dani Olmo.

Haidara: der Muskel hat "zugemacht"

Vor dem Spiel gegen die Hansestädter meldete sich nun auch Ballräuber Amadou Haidara mit einer Muskelverletzung ab. Wie RB-Trainer Marco Rose nach dem 4:0 berichtete, war es eigentlich der Plan gewesen, dass Dominik Szoboszlai in der Pause vom Feld darf und der Malier ihn ersetzt.

"Leider hat sich Doudou beim Aufwärmen was am Muskel geholt und hat was gespürt", sagte Rose. "Der Muskel hat zugemacht. In solchen Fällen ist der Übergang zu einer Verletzung fließend, Das schauen wir uns heute näher an. Dementsprechend musste Szobo länger spielen."

Ob Haidara für das Spiel gegen die bekanntermaßen giftigen Augsburger am Sonnabend (15.30 Uhr) ausfällt, ist demnach offen. Ebenso, ob Nkunku wieder einsatzfähig ist. Der Franzose hat sich am Handgelenk operieren lassen; eine Folge seiner Verletzung aus dem Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 vor gut zehn Tagen. Beim Sieg gegen die Hertha (3:2) hatte er dann sogar beide Handgelenke bandagiert. Operiert wurde das rechte.

Orban: Mal Spielzeit wegnehmen

Rose gab auch zu dieser Verletzung einen Sachstand ab: "Christo ist heute zurückgekommen. Die OP ist gut verlaufen, habe heute mit ihm gesprochen. Sein Ziel ist es, am Freitag wieder mit uns zu trainieren. Aber da haben auch die Ärzte ein bißchen mitzureden. Natürlich auch sein persönliches Empfinden. War eine Wunde, das wird ein Stück weit wehtun ein paar Tage. Ob das funktionieren kann für das Spiel in Augsburg wird man sehen."

Immerhin bekamen ein paar Schlüsselspieler Erholung. So Willi Orban, der seit Saisonbeginn im Dauereinsatz ist. Der Kapitän durfte in der Pause die Fußballschuhe beiseite stellen. Ihn ersetzte Josko Gvardiol, der gegen die Berliner geschont worden war. "Es war schon vor dem Spiel der Plan, dass Josko in der Pause für Willi kommt", so der Leipziger Übungsleiter, der darauf hin wies, dass noch drei Englische Wochen vor dem Kader des Pokalsiegers liegen mit Spielen gegen Augsburg, Real Madrid, Bayer Leverkusen, Schachtar Donezk, Hoffenheim, Freiburg und Bremen.

"Irgendwann muss ich Willi auch mal Spielzeit wegnehmen", sagte Rose. "Trotzdem habe ich ihn zu Beginn aufgestellt. Wir wollten das Signal aussenden, dass wir das Spiel ernstnehmen und den Kapitän auf dem Feld haben.”