"Sehr sehr positiv aufgefallen"

Hinkel: Novoa kann gestandene Stürmer herausfordern

Von Thomas Fritz Aktualisiert: 29.01.2022, 16:22
Ungewöhnliche Rückennummer: RB Leipzigs Hugo Novoa 
Ungewöhnliche Rückennummer: RB Leipzigs Hugo Novoa  IMAGO / Hartmut Bösener

Hugo Novoa ist eine der positiven Überraschungen der Saison bei RB Leipzig. Der 19-Jährige Angreifer lief schon in sieben Pflichtspielen (1 Tor) für den Sechsten der Fußball-Bundesliga auf. Und er ist nach dem Leih-Abgang von Brian Brobbey (Ajax Amsterdam) hinter André Silva und Yussuf Poulsen in der Stürmerhierachie auf Platz drei vorgerückt bzw. auf Platz vier, wenn man Topscorer Christopher Nkunku zu den Angreifern zählt.

Hugo Novoa hat bei RB Leipzig bis 2024 verlängert

"Er ist uns sehr sehr positiv aufgefallen von Anfang an. Unbekümmert, schneller Spieler, kann was am Ball. Einer, der uns offensiv Optionen gibt", sagte RB-Co-Trainer Andreas Hinkel nach dem öffentlichen Training am Freitag in einem Mediengespräch. Er könne die anderen gestanden Spieler vorne "unbekümmert herausfordern", so Hinkel weiter. Weiterer Vorteil: Anders als Brobbey und Ilaix Moriba hat sich Novoa in den Sozialen Netzwerken offenbar nie über seine Spielzeit beklagt. Er scheint gewillt sich ohne Umwege eines Leihgeschäfts bei Rasenballsport durchzusetzen.

Der Lohn für seinen Entwicklungssprung ist die Vertragsverlängerung bis 2024, die RB vergangene Woche verkündete. "Mit meinem ersten Bundesligator habe ich mir einen Traum erfüllt und zuletzt immer wieder Spielzeit bekommen. Ich bin total überzeugt, dass RB Leipzig der richtige Verein ist, um mich bestmöglich zu entwickeln", sagte Novoa anlässlich seiner Weiterverpflichtung.

Ralf Rangnick holte Novoa zu RB Leipzig

Der Rechtsfuß wechselte im Juli 2019 aus der Jugend von Deportiva La Coruna an das Leistungszentrum der Leipziger. Der damals scheidende Sportdirektor Ralf Rangnick war für den Transfer Novoas noch verantwortlich. In seiner ersten Saison war er für die U17 aktiv. Im letzten Jahr unter Julian Nagelsmann war der Youngster zwar noch Teil der U19, aber er stand in der Bundesliga und im DFB-Pokal insgesamt drei mal im Profi-Kader.

Unter Ex-Coach Jesse Marsch feierte Novoa beim 3:1-Sieg gegen Fürth in der laufenden Saison schließlich sein Bundesligadebüt und traf gleich mit seinem ersten Ballkontakt ins Tor. Zweieinhalb Jahre nach seiner Verpflichtung ist der Spanier zum,jüngsten Bundesliga-Torschützen der Klubgeschichte aufgestiegen. Und er ist auf dem besten Weg der erste hauseigene Nachwuchs-Kicker zu sein, der sich dauerhaft bei den Profis durchsetzt. Eben: einer der Aufsteiger der Saison.