RB Leipzig

RB Leipzigs Schwesterklub Bragantino: Brasilianer greifen nach dem ersten Titel der Vereinsgeschichte

Von Thomas Fritz 01.10.2021, 07:48
Bragantinos Doppeltorschütze Tomás Cuello (r.). 
Bragantinos Doppeltorschütze Tomás Cuello (r.).  imago images/Agencia EFE

RB Leipzigs brasilianischer Schwesterverein Red Bull Bragantino greift nach der ersten Trophäe der Vereinsgeschichte. Im Halbfinale der Copa Sudamericana, dem südamerikanischen Pendant zur Europa League, gewann der Klub aus dem Bundesstaat Sao Paolo am Mittwochabend gegen den Club Libertad Asunción aus Paraguay mit 3:1 (Hinspiel: 2:0). Tomás Cuello (9./57.) und Artur (82.) trafen für den vor zwei Jahren von Red Bull übernommenen Verein. Der Leipziger Leihspieler Luan Candido wurde in der 77. Minute eingewechselt.

Gegner im Finale am 20. November in Montevideo ist Ligakonkurrent Club Athletico Paranaense, der sich gegen den uruguayischen Vertreter CA Peñarol mit 2:0 (Hinspiel: 2:1) durchsetzen konnte. „Ich bin sehr glücklich. Ich freue mich für das Team, das hart gekämpft hat", sagte Doppeltorschütze Cuello laut "Transfermarkt" bei „CONMEBOL TV“. "Wir waren kurz davor, in der ersten Runde auszuscheiden, aber mit viel Kraft, harter Arbeit und Demut dieser erstaunlichen Mannschaft haben wir es geschafft, das Finale zu erreichen."

Trainer Maurício Barbieri: "Haben das Finale mit hervorragenden Leistungen erreicht"

Trainer Maurício Barbieri ergänzte auf der Pressekonferenz. „Ich denke, die Mannschaft ist im Laufe des Turniers sehr gereift, sie hat es mit starken Gegnern zu tun bekommen, mit Mannschaften, die eine große Tradition und Geschichte im südamerikanischen Fußball haben. Wir haben das Finale mit hervorragenden Leistungen erreicht und es auch verdient. Wir sind sehr motiviert, dieses Finale erreicht zu haben, und noch mehr, dass wir auf einen möglichen südamerikanischen Titel hinarbeiten können.“

Red Bull war im März 2019 beim Clube Atlético Bragantino eingestiegen, seit 2020 startet der Klub aus Bragança Paulista unter dem Namen RB Bragantino. Der Klub setzt wie die anderen Red-Bull-Filialen in Leipzig, Salzburg und New York auf junge entwicklungsfähige Talente und stellt derzeit mit einem Schnitt von 23,8 Jahren den jüngsten Kader des Campeonato Brasileiro de Futebol. Top-Star Claudinho, an dem auch RB Leipzig Interesse gehabt haben soll, wechselte im Sommer für 12 Mio. Euro zu Zenit St. Petersburg. Auch ohne den Neu-Nationalspieler gelang nun der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.