"Eine andere persönlichkeit" Nach Trainerwechsel bei RB: Klub-Chefin überrascht mit diesen Einschätzungen
Nach dem Trainerwechsel äußert sich RB-Gesamtchefin Tatjana Haenni erstmals zu Martín Demichelis. Ein Satz über den Argentinier und die Erwartungen an ihn werfen ein neues Licht auf die Ablösung von Vorgänger Ole Werner.

Leipzig/hen – Es ist keine drei Wochen her, da sorgte Red Bull und sein deutscher Fußballableger RB Leipzig für negative Schlagzeilen. Trainer Ole Werner stand plötzlich zur Disposition, nachdem der 37-Jährige das Team aus der Krise geholt hatte und Rang drei erreichte. Sprich zurück in die Champions League führte.
Klopp und Co setzten sich durch
Ein Unwucht wurde zu dieser Zeit erkennbar zwischen den Wünschen der Entscheider vor Ort, mit dem jungen Trainer weiterzumachen. Und dem inoffiziell übergeordneten Red-Bull-Beraterteam um den designierten Bundestrainer Jürgen Klopp, das eine andere Lösung favorisierte: nämlich Martín Demichelis.
Klopp und Co setzten sich durch – und die sportliche Leitung bei RB stand einigermaßen entblößt da, offenkundig wenig entscheiden zu haben, wenn es um die großen Fragen im Red-Bull-Kosmos geht. Auch Leipzigs Gesamt-CEO Tatjana Haenni machte nicht die beste Figur, indem sie konsequent zu den Vorkommnissen schwieg.
Haenni äußert sich
Beim Auftakttraining des Leipziger Klubs samt Debüt-Pressekonferenz äußerte sich nun auch die Schweizerin, die seit diesem Jahr an der Spitze des Klubs steht. Durchaus überraschend deutete sie an, dass sie die Bedenken der Klopp-Mannschaft am Demichelis-Vorgänger teilt.
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Sie berichtete von ihren ersten Eindrücken vom Argentinier und zeigte sich angetan. „Das erste Gespräch mit ihm war tatsächlich heute“, berichtete sie. „Wir haben uns jetzt hier zum ersten Mal getroffen, weil vorher war der Fokus ja total auf Sport und Spiel. Mein Eindruck war sehr sympathisch, sehr umgänglich, sehr offen. Und man spürt auch die Energie.“ Dann schob sie hinterher: „Das ist eine andere Persönlichkeit, die jetzt hier mit uns ist. Wir wollen uns weiterentwickeln. Darauf freuen wir uns."
"Erhoffen uns Sprung nach vorne"
Bislang wirkte es so, als habe vor allem das Global-Soccer-Team um Jürgen Klopp auf einen Trainerwechsel gedrängt, während die Leipziger Führung lieber an Werner festgehalten hätte. Haennis Aussagen stellen diese Lesart nun zumindest teilweise infrage. Sie deuten darauf hin, dass die neue RB-Chefin die Bedenken gegenüber Werner und den Wunsch nach einem anderen Trainertyp durchaus teilt.
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"Wir erhoffen uns von ihm", so Haenni über Demichelis, "beim Coaching oder der Art und Weise, wie er auch als Mensch so ist, einen Sprung nach vorne." Zudem erklärte sie: "Ich schätze Ole Werner sehr, und trotzdem geht es immer weiter. Wir haben gesehen, wo wir uns verändern wollen. Das betrifft auch Spielstil und die Entwicklung von Spielern. Das waren ein paar der Gründe, warum wir uns für einen Wechsel entschieden haben. Wir denken, dass es mit einem anderen Trainer besser weitergeht."