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  5. Rose-Sieg in Prag: Ex-RB-Trainer jagt mit Bournemouth die nächste Bestmarke

Englische Presse feiert Trainer-Wende Rose unstoppable: Ex-RB-Trainer jagt mit Bournemouth die nächste Bestmarke

Erst sechs Ligaspiele ohne Sieg, jetzt sieben Erfolge hintereinander: Marco Rose erlebt mit Bournemouth einen Höhenflug. Die englische Presse lobt den ehemaligen RB-Trainer. Der winkt angesichts der Erfolgsserie allerdings ab.

06.11.2026, 09:26
Ex-RB-Trainer Marco Rose zieht den Hut vor dem Sieg seines Bournemouth-Teams in Prag.
Ex-RB-Trainer Marco Rose zieht den Hut vor dem Sieg seines Bournemouth-Teams in Prag. Foto: Imago/Shutterstock

Leipzig/hen – Marco Rose ist mit dem AFC Bournemouth gerade unstoppable, sprich: nicht zu stoppen. Mit dem 3:1 in der Europa League bei Sparta Prag am Donnerstagabend hat der frühere RB-Trainer mit seinem neuen Team sieben Pflichtspiele hintereinander gewonnen. Eine solche Serie gelang den "Cherries" zuletzt vor zwölf Jahren. Am Sonntag bei Ipswich Town könnte der 50-Jährige mit dem achten Sieg nachlegen.

Englische Presse lobt Marco Rose

Dabei sah es zu Saisonbeginn noch nach einem sehr kurzen Engagement in der Premier League aus. In der Bugwelle von sechs Ligaspielen ohne Sieg, darunter eine 1:5-Klatsche beim FC Chelsea, kamen Zweifel an Rose auf. Doch der gebürtige Leipziger behielt die Ruhe, setzte weiter auf Stratagie, Taktik und seine Spieler - und wird jetzt dafür belohnt. Inzwischen zählt Bournemouth zu den formstärksten Mannschaften Englands.

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Der „Guardian“ widmete Roses Arbeit unlängst eine ausführliche Analyse. Bournemouths Entscheidung, nach dem Fehlstart nicht in Panik zu verfallen, zahle sich aus, urteilte die Zeitung. Tatsächlich waren die Leistungen laut Opta-Statistik schon zu Saisonbeginn besser als die Ergebnisse: Statt drei Punkten hätte Bournemouth gemessen an der Qualität seiner Torchancen 8,4 verdient gehabt.

"Ich bin kein Magier"

Rose selbst will von einem taktischen Wunder nichts wissen. „Ich würde gerne sagen, dass ich ein Magier bin und einige gute Dinge verändert habe“, erklärte er. Entscheidend sei vielmehr die Reaktion auf Rückschläge gewesen.

Wie gut seine Mannschaft inzwischen funktioniert, zeigte sich am Donnerstagabend in Prag. Rose wechselte gegenüber dem vorherigen Spiel achtmal, geriet zunächst in Rückstand und drehte die Partie nach der Pause, das allerdings auch dank einer Gelb-Roten Karte für den Gegner. Bemerkenswert: Mit Tyler Adams, Evanilson und Rayan trafen ausschließlich Einwechselspieler.

Rose warnt vor Selbstzufriedenheit

„Wenn man diese Qualität auf der Bank hat, gibt einem das als Trainer Gelassenheit“, sagte Rose anschließend bei TNT Sports. Bournemouth führt nach vier Siegen aus vier Spielen die Tabelle der Europa League an.

Zuvor hatte Bournemouth sechsmal in Folge gewonnen, ohne ein Gegentor zu kassieren. Die englischen Medien feiern den Aufschwung, Rose selbst tritt auf die Bremse. „Das ist eine große Leistung, aber wir müssen weitermachen“, sagte er. Schon ein bißchen Selbstzufriedenheit könne gefährlich werden.

Mit einem Sieg bei Ipswich würde Bournemouth seine längste Erfolgsserie seit 2014 weiter ausbauen. An seine Salzburger Zeit kommt Rose persönlich aber noch nicht heran. Zum Start der Saison 2018/2019 gewann er mit Red Bull zehn Ligaspiele hintereinander.