RB Leipzig

Rückkehr zur RB-DNA auch abseits des Platzes?

30.01.2018, 12:00
Von außen Einigkeit, von innen Zerrissenheit? Bei den Fans von RB Leipzig ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Von außen Einigkeit, von innen Zerrissenheit? Bei den Fans von RB Leipzig ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. GEPA Pictures

Ralf Rangnick hatte vor der Winterpause erklärt, dass RB Leipzig wieder zur RB-DNA zurückkehren müsse. Aber auch abseits des Platzes wünschen sich RB-Fans die Besinnung auf „unsere originäre Fan-DNA“, wie es ein Beitrag beim Fanclub Schwabenballisten formuliert.

Es sei „Zeit, dass wir dafür aufstehen, was unsere Fanszene besonders gemacht hat. Es mag sein, dass das ‚Konstrukt‘ Rasenballsport auch anderswo hätte konstruiert werden können, ich will allerdings keinesfalls Teil einer austauschbaren Ultrakultur werden“, so die Begründung.

Rechte Fans und zu ernste Ultra-Kultur als Problem bei RB Leipzig?

Hintergrund ist einerseits die „Tendenz, dass sich rechtsgerichtete Fans in der Fanszene breit machen und mit ‚Erfahrungen in anderen Ostkurven‘ prahlen und sich als prügelnde Vorhut als Beschützer der RB-Fans aufspielen“. Andererseits ist der Hintergrund eine Entwicklung, bei der Teile der RB-Anhänger sich anderen Fanszenen mit Gesängen und Boykottaufrufen anzunähern versucht und damit den ursprünglichen Weg der RB-Anhängerschaft verlassen würden.

Dieser habe darin bestanden, „Schmähungen an sich abperlen zu lassen und ein selbstironisches Selbstverständnis zu entwickeln“. In jüngerer Zeit würden „aufkeimende RB-Ultras“ aber „den Support bzw. die eigene Sicht des Supports extrem ernst nehmen“ und „nach Anerkennung anderer Fanszenen heischen“. Problematisch werde es insbesondere, wenn Fans angefeindet werden, die sich Boykottaufrufen nicht anschließen.