RB Leipzig

Siegesserie gerissen: Eintracht Frankfurt bremst RB Leipzig aus

Von Martin Henkel 14.03.2021, 17:36
Es war zum ins Tornetz beißen: Yussuf Poulsen.
Es war zum ins Tornetz beißen: Yussuf Poulsen. imago/Picture Point LE

RB Leipzig hat vier Tage nach dem Aus in der Champions League aller Voraussicht nach auch die nächste Chance auf einen Titel in dieser Saison verspielt. Die Sachsen trennten sich von Eintracht Frankfurt durch Tore von Emil Forsberg (46.) und Daichi Kamada (61.) 1:1 (0:0). Damit beträgt der Abstand auf Tabellenführer FC Bayern vier Punkte.

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Beide Teams treffen am übernächsten Spieltag aufeinander, dazwischen müssen die Messestädter nach Bielefeld. Zwei Siege mehr als der Rekordmeister müsste RB bis zum Ende der Saison noch herausspielen. Möglich ja, aber auch wahrscheinlich?

Chancengerecht war das Unentschieden freilich nicht. Der Tabellenzweite war 90 Minuten lang feldüberlegen, trotz fünf Positionswechseln in der Startelf gegenüber dem 0:2 vorigen Mittwoch gegen den FC Liverpool. Trainer Julian Nagelsmann tauschte Tyler Adams und Lukas Klostermann in der Abwehr für Willi Orban sowie Marcel Halstenberg. Davor begann Amadou Haidara anstelle von Kevin Kampl, in der Offensive nahmen Christopher Nkunku und Dani Olmo auf der Bank Platz, für beide begannen Justin Kluivert und Alexander Sörloth.

Kluivert verpasst die frühe Führung

RB riss vom Anpfiff weg die Partie an sich. Eintracht Frankfurt, geschwächt durch den kurzfristigen Ausfall von Martin Hinteregger, für den Ex-RBler Stefan Ilsanker begann, hatte bis zur Pause nur einen einzigen Torschuss – und das nicht mal auf den Kasten von Leipzigs Schlussmann. Der Versuch von Daichi Kamada drehte weit am Tor vorbei (39.).

Dass es bei Abpfiff der ersten Hälfte dennoch 0:0 stand, hatten die Gäste, die noch nie in Leipzig gewonnen haben, ihrem Keeper Kevin Trapp und Leipzigs Unvermögen zu verdanken. Viele exzellente Ballgewinne im Mittelfeld vertändelte die Angriffsreihe der Gastgeber im letzten Drittel. Ein Treffer von Willi Orban (14.) wurde zudem zu Recht wegen einer vorherigen Abseitsstellung nicht gegeben. Bei der zweiten großen Chance der Messestädter vor der Pause fuhr Trapp seinen linken Fuß gegen einen Schuss vom Kluivert aus, der nach einer Lehrbuchkombination über Yussuf Poulsen und Forsberg plötzlich frei auf den Nationaltorhüter zugelaufen war (7.).

Upamecano verletzt sich am Oberschenkel

Aus einer solchen Überlegenheit kein Kapital zu schlagen rächt sich oft. Zumal RB nach einer halben Stunde seine Dreierkette neu sortieren musste. Dayot Upamecano hatte sich bei einem Sprintduell gegen André Silva am hinteren Oberschenkel verletzt, Klostermann nahm seine Position ein (29.).

56 Sekunden nach Wiederanpfiff holten sich die Sachsen aber die Belohnung für die erste Hälfte ab. Kluivert nahm an der Seitenlinie einen Pass von Halstenberg auf, dribbelte bis an die Strafraumgrenze und schoss. Den Abpraller von Trapps Handschuhen versenkte Forsberg unterm Tordach (46.). Kurz darauf lag auch schon das 2:0 in der Luft, Poulsen köpfte eine Forsberg-Flanke aber aus zwei Metern über die Querlatte.

Chancenfeuerwerk in der Schlussphase

Es entwickelte sich jetzt ein offener Schlagabtausch; die SGE investierte nun mehr und kam in der 58. Minute zu ihrer zweiten Chance. RB Keeper Gulacsi lenkte den Schuss von Amin Younes aber übers Tor. Drei Minuten später stand es 1:1, Kamada hatte eine Hereingabe von Silva im Tor versenkt (61.).

Also wieder von vorn beginnen. Erneut dominierte RB, erneut kamen die Sachsen zu Chancen so wie in der 67. Minute, als Evan Ndicka einen Grundlinienpass von Halstenberg Zentimeter am eigenen Tor vorbeiklärte. Sieben Minuten darauf hatte Poulsen die Führung auf dem Fuß, sein Schuss aber landete in Trapps Armen. Kurz Zeit später sprintete der inzwischen eingewechselte Nkunku in Position, dessen Schuss lenkte Trapp um den kurzen Pfosten (78.). Es roch förmlich nach einem weiteren Treffer, aber er wollte nicht mehr fallen.

(RBlive/ukr/mhe)