Spur der Verwüstung FCM-Fans randalieren im Gästeblock
Trotz des Todesfalls eines FCM-Fans richteten Magdeburger Fans beim DFB-Pokal-Achtelfinale gegen RB Leipzig massive Schäden im Gästeblock an. Die Polizei musste eingreifen und zieht Bilanz.

Leipzig – Das DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Magdeburg (3:1) hat ein Nachspiel. Wie die Leipziger Polizei auf Anfrage von RBlive/MZ mitteilte, seien durch Fans Sanitäranlagen im Gästeblock stark beschädigt worden. Laut RBlive/MZ-Informationen wurden Waschtische, Armaturen und Seifenspender auf den Herren-WC's im Gästeblock komplett zerstört.
20.000 Euro Schaden im Gästeblock
Zudem teilte die Polizei mit, dass Sitze und Plexiglasscheiben im Gäste-Fanblock „beschädigt und teilweise aus ihren Verankerungen gerissen” wurden. Laut Informationen dieses Portals wurden etwa 30 bis 40 Sitze wurden beschädigt, der Schaden beläuft sich auf etwa 20.000 Euro.
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Aufgrund der „massiven Ausschreitungen”, wie die Polizei die Randale einstufte, mussten auch Einsatzkräfte im Stadion-Innenraum eingreifen. Um weitere Straftaten zu unterbinden, wurden auch Zwang und Reizstoffsprühgeräte eingesetzt. Die Personalien von 124 Tatverdächtigen wurden aufgenommen und in Richtung S-Bahn am Bayerischen Bahnhof entlassen.
FCM-Fan beleidigt 22-Jährigen rassistisch
Zudem teilte ein Polizeisprecher mit, dass gegen drei Uhr ein FCM-Fan einen 22-jährigen Mann rassistisch beleidigt habe. Es gibt einen 20 Jahre alten, deutschen Tatverdächtigen. Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzungs-, Beleidigungs- und Sachbeschädigungsdelikten.
Während des Spiels hatten Magdeburger Anhänger immer wieder Pyrofackeln, Raketen und Böller gezündet – auch, nachdem im Stadion durchgesagt worden war, dass ein FCM-Anhänger nach dem Kollaps vor Anpfiff im Krankenhaus verstorben war.
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RB will die meisten Schäden, für die wohl der 1. FCM wird aufkommen müssen, nun bis zum Spiel gegen Eintracht Frankfurt beseitigt haben. Der 1. FC Magdeburg mochte auf konkrete Anfragen zu den Vorkommnissen nicht näher eingehen, antwortete aber mit einem allgemeinen Statement: „Wir als Verein distanzieren uns ausdrücklich von jeglicher mutwilligen Sachbeschädigung und verurteilen diese aufs Schärfste.” Bezüglich der entstandenen Schäden stehe der Klub im Austausch mit RB Leipzig.