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  5. Timo Werner überzeugend: RB Leipzigs Sturm-Quartett im Bayern-Check

Nach Werners ComebackLeipzigs Sturm-Quartett im Bayern-Check

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 15.01.2023, 09:07

Als Timo Werner beim 4:0 (2:0) im Testspiel von RB Leipzig gegen FK Mlada Boleslav zur zweiten Hälfte den Rasen betrat, schallten „Timo-Werner”-Sprechchöre über den Platz am Cottaweg. 73 Tage nach seinem Syndesmoseband-Anriss gegen Schachtjor Donezk ist der 26-Jährige pünktlich vor dem Spiel gegen Bayern München wieder fit. „Timo ist wieder da”, sagte Trainer Marco Rose. Diese Eindrücke hinterließen Werner und seine Sturmkollegen.

Reaktionen von Trainer Marco Rose zum letzten Test vor dem Spiel gegen Bayern München

50 Minuten Spielzeit: Werner erstaunlich weit

Timo Werner: Der Nationalspieler wirkte nach der langen Pause schon wieder erstaunlich agil. Da haben die Reha-Trainer ganze Arbeit geleistet. Er sortierte sich auf der linken Seite ein, war gut ins Spiel eingebunden. Gleich mehrfach ging er an seinem Gegenspieler vorbei in den Strafraum, fand aber keinen Abnehmer für seine Hereingaben und Flanken.

Als er dann selbst die Chance zum Tor hatte – Yussuf Poulsen hatte ihn blickig freigespielt – vergab er zunächst eine klare Torchance und blieb am langen Bein von Keeper Jan Seda hängen. Doch keine Minute später zeigte er Torriecher und verwandelte Mohammed Simakans tolle Vorarbeit von der rechten Seite (73.). Erstaunlich zudem, dass er gleich beim ersten Einsatz 50 Minuten Spielzeit bekam.

„Man sieht sofort Timos Qualität, sein Tempo, das wir ohne Christo in anderen Konstellationen vorn im Moment nicht haben. Deswegen ist es ganz wichtig, dass er da ist, 50 Minuten durchgehalten und ein Tor geschossen hat”, betonte Rose. „Trotzdem wird er gemerkt haben, dass er sich über Spiele noch ein paar Körner holen muss. Die wird er kriegen.”

Bayern-Prognose: Werner dürfte je nach Spielstand nach etwa 60 Minuten ins Spiel kommen, um die Münchner mit seinem Tempo vor Herausforderungen zu stellen. Für einen Startelf-Einsatz ist es wohl noch zu früh.

Forsberg spielfreudig und beweglich

Emil Forsberg: Der Routinier begann gegen Mlada Boleslav, war spielfreudig und spritzig. Das sah man bei seinem Tor zum 2:0, als er auf engstem Raum den Ball kontrollierte und handlungs- und gedankenschnell vor dem Keeper an den Ball kam und ins Tor lupfte.

„Das war mit drei Zehner in der ersten Hälfte viel Fußball, das hat man gesehen”, lobte Rose, mahnte aber auch, dass die Künstler „in der ein oder anderen Situation bisschen unsauber im Zentrum” gewesen seien. Bayern-Prognose: Forsberg beginnt als hängender Stürmer für Nkunku und hilft RB durch viel Ballkontrolle.

Silva lässt leichtes Tor liegen: „Das hat ihn so gewurmt”

André Silva: Der Portugiese hatte diverse Torchancen, agierte aber in der ersten Hälfte nicht glücklich vor dem Tor. Nach einer Hereingabe von Benjamin Henrichs schloss er so lässig und zaghaft ins vermeintlich leere Tor ab, dass ein Gegenspieler noch auf der Linie retten konnte. Klarere Chancen gibt es nicht.

„Darüber ärgert er sich selbst am meisten. Er identifiziert sich über Tore und er hat ein leichtes Tor liegen lassen”, kritisierte auch Rose. „Das hat ihn so gewurmt, dass er unbedingt noch eins machen wollte. Das hat er auch geschafft.” Sein Lupfer über den Torhüter zum 3:0 (54.) war technisch fein und sehenswert. Doch Silva fehlt es weiter an Selbstverständnis. Bayern-Prognose: Darf in Nkunkus Abwesenheit als Mittelstürmer beginnen.

Rose fordert Poulsen heraus

Yussuf Poulsen: Der Rekordspieler ist derzeit etwas hinten dran, bekam aber gegen Mlada Boleslav ausgiebig Gelegenheit, sich zu zeigen. Agierte nicht in vorderster Front, sondern dahinter rechts offensiv. Holte sich viele Bälle und leitete Angriffe mit ein. Er bereitete präzise für Werner vor, der die Großchance jedoch kurz vor seinem Tor vergab. Hatte selbst eine Topchance, als er jedoch am Keeper hängen blieb. Muss auch selbst wieder zwingender werden.

„Jeder ist herzlich eingeladen, sich zu zeigen. Es ist jetzt Yussis Aufgabe, das Momentum für sich zu nutzen und auf sich aufmerksam zu machen”, forderte Rose. Bayern-Prognose: Derzeit kein Kandidat für die Startelf. Je nach Bedarf ein Mann für die letzten zehn Minuten.

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