Entscheidender Rat von Nkunku an Rose

„Christo hat mir auf die Sprünge geholfen”

Von Ullrich Kroemer 03.11.2022, 12:16
Hör mal zu, Trainer: Christo Nkunku und Marco Rose beim Positionsgespräch.
Hör mal zu, Trainer: Christo Nkunku und Marco Rose beim Positionsgespräch. (imago/Picture Point LE)

Marco Rose lebt als Trainer auch Autorität vor. „Das ist kein Wunschkonzert”, sagte er schon öfter. Doch gute Ratschläge nimmt der 46-Jährige an. In den ersten drei Spielen unter Rose traf Ausnahmespieler Christopher Nkunku nicht. Der damals neue Trainer hatte den Franzosen zuerst im Spiel gegen den BVB eher rechts offensiv, danach gegen Real Madrid und Borussia Mönchengladbach auf der linken Offensivposition im 4-2-3-1-System aufgestellt.

Nkunku: „Trainer, ich muss näher ans Tor ran”

Nach der Länderspielpause hatte Rose ein Gespräch mit seinem Star, bei einem öffentlichen Training kurz vor der Partie gegen den VfL Bochum unterhielten sich beide lange auf dem Rasen. „Christo hat mir bisschen auf die Sprünge geholfen”, verriet Rose nach dem 4:0 gegen Donezk komplett uneitel. „Er kam zu mir und sagte: Trainer, ich muss näher ans Tor 'ran, ich fühle mich im Zentrum viel wohler.” Rose dachte darüber nach und akzeptierte den Vorschlag. Gegen Bochum agierte Nkunku als hängende Spitze und traf doppelt. „Das haben wir ausprobiert, und er hat im ersten Spiel auch gleich getroffen. Seitdem hat der Trainer den Rat seines Spielers angenommen”, berichtete Rose. Seither ist Nkunku zurück im Tor-Modus, erzielte acht seiner 14 Saisontreffer.

Und er funktioniert als zweite Spitze, die extrem variabel auch mal nach Links oder Rechts rochiert, hervorragend mit Timo Werner, André Silva, Dominik Szobozlai, Emil Forsberg und nun bald auch wieder Dani Olmo. „Auch das ist wichtig, dass man gemeinschaftlich an Dingen arbeitet. Wir haben eine gute Mischung gefunden”, freute sich Rose.

Nkunku kritisch: „Mehr Killerinstinkt entwickeln”

Übrigens: Nkunku hatte nach dem Achtelfinal-Einzug bereits den nächsten Rat parat, um nach dem holprigen Start in der Champions League weiter für Furore zu sorgen. „Wir haben mit viel Intensität gespielt, das ist unser Stil, haben viele Chancen kreiert und hätten mehr Tore erzielen können, aber uns fehlte ein bisschen Effizienz”, bemängelte der französische Nationalspieler. „Durch den Torverlauf konnten wir uns etwas entspannen, aber ich denke, das war ein Fehler. Wir müssen daran arbeiten, mehr Killerinstinkt zu entwickeln." Marco Rose wird sich auch diesen Hinweis genau anhören und seine Schlüsse daraus ziehen.

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