1. RB Leipzig News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Transferflaute bei RB: Was passiert mit den Diomande-Millionen?

TransferFlaute bei RB Was passiert mit den Diomande-Millionen?

RB Leipzig braucht noch auf zwei, drei Positionen Verstärkungen, um den Kader in Breite und Spitze auf Champions-League-Niveau zu heben. Das ist der Stand.

Von Ullrich Kroemer 13.08.2026, 16:04
Viel zu tun bis zum Ende der Transferperiode: Marcel Schäfer.
Viel zu tun bis zum Ende der Transferperiode: Marcel Schäfer. (Foto: imago/Picture Point LE)

Leipzig – Der Abgang von Yan Diomande war von RB Leipzig als Coup bejubelt worden: Dank der mindestens 125 bis maximal 140 Millionen Euro Ablöse wurde das gesetzte Transfereinnahmenziel für diesen Sommer übererfüllt. Hinzu kommen noch etwa 45 Millionen Euro für Lois Openda (Juventus Turin) und Peter Gulacsi (FC Villarreal). Macht insgesamt mindestens 170 Millionen Euro. Weitere Einnahmen für Lutsharel Geertruida, Arthur Vermeeren und Eljif Elmas sind zu erwarten, die die Summe auf über 200 Millionen Euro anwachsen lassen könnten.

Lesen Sie hier: Wer muss gehen? Woche der Entscheidung bei RB Leipzig

So hat RB keine Not, weitere Stars abzugeben; Leistungsträger wie Antonio Nusa und Castello Lukeba dürften den Klub nun nur bei außergewöhnlichen Angeboten verlassen. 

Die Defensive steht, doch im Angriff fehlt Qualität

Problematischer gestaltet sich die Transferphase bei den Zugängen in der Offensive. Mit Maxime Esteve, Abdoul Koné, Rocco Reitz und Ørjan Nyland hat RB für 45 Millionen Euro Ablöse wichtige und strategisch kluge Defensivtransfers getätigt.

In der Offensive hatte RB voll auf den variablen Fisnik Asllani gesetzt, ehe der bereits unterschriftsreife Vertrag im Reisswolf landete. Die genauen Hintergründe der „medizinischen Bedenken” sind weiter nicht publik, doch Asllani hatte in seiner jungen Karriere bereits diverse schwere Verletzungen wie einen Sehneneinriss in der Fußsohle (2024) sowie eine hartnäckige Knieentzündung (2022). Weil der Statement-Transfer scheiterte, herrscht nun Unruhe im Leipziger Umfeld, da im Angriff noch Qualität fehlt, um eine Saison mit bis zu 50 Spielen durchzustehen.

Kein Deal unterschriftsreif

Manager Schäfer fahndet zugleich nach einem Mittelstürmer als Konkurrenten für Romulo, einem Außenstürmer als Ersatz für Yan Diomande und einem groß gewachsenen Sechser/Achter. Doch nach dem 125-Millionen-Euro-Transfer von Diomande fordern andere Klubs eher noch höhere Ablösen als ohnehin, wenn RB anklopft. Anders als man hätte erwarten können, war nach dem Diomande-Abgang, der sich wochenlang angedeutet hatte, und dem Asllani-Debakel kein weiterer Transfer unterschriftsreif.

So ist aktuell kein Gerücht wirklich heiß und weit gediehen; vielmehr werden nun bereits geführte Vorgespräche erst wieder aufgenommen und konkretisiert.

Umbruch größer als gedacht

Ohnehin gilt: Erst wenn weitere Spieler verkauft wurden, dürfen neue Akteure kommen, damit der Kader reduziert wird. Namen, die derzeit kursieren und auch in Bezug auf Spielerprofile und Ablöseforderungen realistisch sind, sind etwa das Straßburger Duo Diego Moreira (Flügelstürmer) und Samir El Mourabet (Sechser/Achter), Malick Fofana (Linksaußen, Lyon) sowie laut Bild Matias Fernandez-Pardo (Mittelstürmer) aus Lille. Doch mehr als 30 Millionen Euro will Rasenballsport nicht ausgeben.

Aufgrund der Gemengelage wird RB wohl erneut die Transferphase bis zum Ende ausreizen, um schließlich den endgültigen Kader beisammen zu haben. Letztlich wird wohl ein größerer Umbruch zu Buche stehen, als RB ihn vor dem Sommer angestrebt hat. Mit etwa zehn Abgängen und sechs bis sieben Zugängen ist zu rechnen.