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Üble Kampagne gegen RB-Trainer Bericht: Red Bull will Werner bereits zum dritten Mal loswerden

Wie Sky noch vehementer als zuletzt berichtet, will Red Bull nicht weiter mit RB Leipzigs Trainer Ole Werner zusammenarbeiten. Das sehen die Entscheider vor Ort anders. Der Machtkampf dürfte sich Ende kommender Woche zuspitzen.

Von Ullrich Kroemer Aktualisiert: 12.06.2026, 14:25
Welche Rolle spielen die Chefs bei Red Bull? Oliver Mintzlaff und Jürgen Klopp äußerten sich bislang nicht öffentlich zur Causa Ole Werner.
Welche Rolle spielen die Chefs bei Red Bull? Oliver Mintzlaff und Jürgen Klopp äußerten sich bislang nicht öffentlich zur Causa Ole Werner. (Foto: imago/MIS)

Leipzig – Ole Werner befindet sich gerade im Urlaub in Malaysia. RB Leipzigs Trainer dürfte sich staunend die Augen reiben, sofern er es sich antut, deutsche Medien zu konsumieren, welch üble Kampagne derzeit bei Red Bull bezüglich seiner Zukunft läuft.

Wie Sky am Donnerstag berichtete, insistiere das Global-Soccer von Red Bull hartnäckig, nicht mit Werner in die neue Saison zu gehen und schon gar nicht, seinen bis 2027 laufenden Vertrag zu verlängern.   

Lesen Sie hier: Zweifel an Werner konterkarieren das Red-Bull-Versprechen

Laut dem Bericht, der auf Insiderinformationen aus dem globalen Fußballteam beruht, soll das Team um Jürgen Klopp nach Vorstößen im Dezember und im Frühjahr nach der Winterpause bereits zum dritten Mal die dringliche Empfehlung abgegeben haben, sich von Werner zu trennen. Auch deswegen übrigens, weil das Verhältnis von Werner zum Klopp-Team unterkühlt sei.  

Machtkampf zwischen RB Leipzig und Red Bull

Dieser Plan steht nach RBlive-Informationen allerdings konträr zur Haltung von Sportchef Marcel Schäfer, der gern mit Werner verlängern würde und den Trainer verteidigte.

Das kann er aber ohne den Segen des Global Teams beziehungsweise von Aufsichtsrat Oliver Mintzlaff, zugleich CEO von Investor Red Bull, nicht entscheiden. Es droht ein Machtkampf mit unklarem Ausgang, bei dem am Ende gleich mehrere Köpfe rollen könnten.

Durch die über Wochen bewusst lancierten Informationen wird Werner gerade auf stillose Art und Weise gezielt sturmreif geschossen. Selbst wenn er weitermachen dürfte, wäre der Trainer stark beschädigt.

Nur Mintzlaff und Klopp persönlich könnten die Situation mit einem Statement einfangen, wenn sie das denn überhaupt wollten, doch beide äußerten sich bislang nicht dazu. Klopp befindet sich als WM-Experte gerade in den USA.

Werner-Aus wäre Super-Gau für RB Leipzig

Völlig nebulös ist derzeit, wer denn überhaupt die Alternative wäre, um Werner zu ersetzen. Wenn überhaupt, würde es ein Trainer von Weltrang rechtfertigen, den erfolgreichen Fußballlehrer vor die Tür zu setzen. Doch der ist derzeit nicht in Aussicht. 

Werner leitet nicht den klassischen Red-Bull-Fußball an, das zeigen auch die Statistiken, meisterte aber den Neustart nach der Talsohle im vergangenen Sommer überzeugend und sammelte als Tabellendritter genügend Argumente dafür, weiterarbeiten und sich auch als noch junger Trainer selbst auf Champions-League-Niveau entwickeln zu dürfen. Doch dieses Vertrauen in den wichtigsten RBL-Angestellten scheint den Red-Bull-Entscheidern komplett abzugehen. 

Ende kommender Woche soll es laut RBlive-Infos nach Werners Rückkehr nach Leipzig weitere, möglicherweise entscheidende Gespräche geben und auch eine Entscheidung fallen.

Werners Aus trotz erreichter Ziele wäre ein Super-Gau für RB Leipzig, nachdem dieser ein Jahr lang mit viel Ruhe und fachlich kompetent den Karren aus dem Dreck gezogen hat.