RB Leipzig

Unliebsamer Gast: Der FCA ist einer von drei Leipziger Angstgegnern

Von (RBlive/mhe)
21.12.2019, 09:56
Vom FCA auf die Hörner genommen: "Bullen"-Stürmer Yussuf Poulsen
Vom FCA auf die Hörner genommen: "Bullen"-Stürmer Yussuf Poulsen Imago/DeFodi

Das letzte Spiel des Jahres gegen den FC Augsburg heute in der Arena (15.30 Uhr): ein Sieg und RB Leipzig ist Herbstmeister. Aber ist das so einfach, wie es scheint?

Ausgeglichene Bilanz gegen den FCA

Vor ein paar Wochen hätte die Antwort vermutlich gelautet: Ja, kann es sein. Da irrten die Augsburger durch den Tabellenkeller. Seit sechs Spielen aber hat sich für den Klub aus der Fuggerstadt der Wind gedreht - seit sechs Spielen ungeschlagen, fünf davon waren Siege.  "Augsburg hat einen sehr guten Lauf", sagte deshalb Trainer Julian Nagelsmann vor der Partie am Freitag. "Das Team ist vor allem defensiv sehr stark. Es wird nicht leicht, da eine Lücke zu finden."

RB ist also gewarnt. Allemal, weil sich die Sachsen bis auf Dortmund und die Bayern gegen kein anderes Team so schwertun, auch an der Seitenlinie, wie das aufreibende Pokal-Viertelfinale aus der vergangenen Saison zeigte, als Manager und Klubchefs nach dem späten Leipziger Sieg in der Verlängerung aufeinander losgingen. Unvergessen ebenso die Stänkereien von Augsburgs Präsidenten Klaus Hofman gegen das in seinen Augen zweifelhafte "Projekt Red Bull Leipzig". Neun Duelle haben beide Mannschaften mittlerweile gegeneinander bestritten, die Bilanz ist ausgeglichen: drei Siege, drei Remis, drei Niederlagen.

Um eine Nullnummer wie bei beiden Liga-Duellen vergangene Saison muss sich RB allerdings weniger Sorgen machen. Es sind die Großchancen, die der FCA aktuell aus seiner defensiven Grundhaltung heraus kreiert. "Da springen mittlerweile mehr heraus, als in den vorherigen Spielen", warnt Nagelsmann, der" eine klare Handschrift" - die von Trainer  Martin Schmidt - "erkennt". Mit einem wie entfesselt auftretenden Philip Max, zuletzt an allen drei Treffern beim 3:0 gegen Düsseldorf beteiligt. Oder Florian Niederlechner, dem seit seinem Wechsel im Sommer vom SC Freiburg die Talente explodieren. In den vergangenen sechs Spielen hat der Stürmer drei Tore erzielt und weitere fünf aufgelegt.

"Wir dürfen sie nicht ins Kontern kommen lassen", mahnt deshalb Nagelsmann, der weiß, wie die Partie aussehen wird: Augsburg wird RB die Initiative überlassen und auf Konter lauern. Der Trainer ist trotzdem selbstbewußt genug, "Mittel dagegen" zu haben. "Ich sehe uns in der Lage, das Heimspiel zu gewinnen", sagte er. Vorausgesetzt, sein Personal geht im letzten Spiel des Jahres noch mal an seine Grenzen. Schließlich ist die Ausgangslage ja eigentlich doch ganz einfach: Bei einem Sieg ist Leipzig Herbstmeister.