RB Leipzig

Warum Dietrich Mateschitz mit dem FC Bayern anbandelt

12.12.2016, 09:33
Dietrich Mateschitz und Uli Hoeneß kennen und schätzen sich. Hier am Rande eines Testspiels zwischen München und Salzburg 2009.
Dietrich Mateschitz und Uli Hoeneß kennen und schätzen sich. Hier am Rande eines Testspiels zwischen München und Salzburg 2009. imago sportfotodienst

In der Bundesliga liegen RB Leipzig und der FC Bayern München punktgleich an der Tabellenspitze. In neun Tagen kommt es in München zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Teams. Im Vorfeld gehen nun RB-Finanzier Dietrich Mateschitz und Bayern-Präsident Uli Hoeneß aufeinander zu.

Baut Dietrich Mateschitz zusammen mit dem FC Bayern eine Sporthalle?

Um Fußball geht es dabei aber nur am Rande wie BILD (Paywall) berichtet. Bei dem Gespräch soll es um den Bau einer Sporthalle gehen. Darin könnten die Eishockeycracks von Red Bull München und die Basketballer der FC Bayern München ihre Heimspiele austragen.

Bisher war man davon ausgegangen, dass dieses Projekt gestorben sei. Dies dementiert Hoeneß nun. „Wir sind in Gesprächen. Die Situation wird noch mal neu diskutiert. Er hatte mir einen sehr netten Brief geschrieben, als ich aus dem Gefängnis kam und hatte mir gesagt, dass er zu jeder Zeit zu einem Gespräch bereit sei. Und den Ball habe ich aufgenommen.“

Uli Hoeneß hat nichts gegen Red Bull und will 50+1 abschaffen

Dietrich Mateschitz und Uli Hoeneß am selben Tisch. Gegenseitige Wertschätzung scheint für ein solches Treffen jedenfalls vorhanden. Im BILD-Interview (Paywall) hatte Hoeneß zuletzt erklärt, dass er „nix Negatives“ daran finden könne, dass Mateschitz in Leipzig im Fußball investiert. „Ohne Red Bull gäbe es im Osten keinen wettbewerbsfähigen Fußballverein.“

Der Wettbewerb mit RB Leipzig bzw. Dietrich Mateschitz reize Uli Hoeneß. „Das wird ein spannendes Rennen.“  Eines, das ihn „anstachelt“, „es dem zu zeigen, der einen Superjob macht mit seiner Company, der alles der Dose unterwirft, in der Formel 1 erfolgreich war, und jetzt eben im Fußball zeigen will, dass er es auch kann“.

Dabei hält Uli Hoeneß auch nichts davon, an der 50+1-Regel festzuhalten. Die könne weg. „Von mir aus kann jeder Verein seine Anteile an wen auch immer verkaufen. Ist mir völlig wurscht“, erklärt die Abteilung Attacke. „Wir werden es nicht tun, das wissen unsere Fans, und da kriegen sie von mir auch die 100-prozentige Garantie. Jeder Verein soll in einer Abstimmung darüber entscheiden können. Das ist Demokratie.“