1. RB Leipzig News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Zu spät den Trainer gewechselt? Das sagte RB-Sportchef Schäfer zum Pokal-Aus

"Als fünfjähriger davon geträumt" RB das bessere Team? Das sagte Sportchef Schäfer nach dem Pokal-Aus

RB Leipzig war in den Statistiken der Sieger im Pokal-Halbfinale, trotzdem fährt der VfB Stuttgart nach Berlin. Leipzigs Sportgeschäftsführer fand das "extrem enttäuschend" und äußerte sich auch zum Einstand von Interimstrainer Zsolt Löw.

03.04.2025, 08:23
RB Leipzigs Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer.
RB Leipzigs Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer. (Foto: imago/Jan Huebner)

Stuttgart – Nach dem Leipziger Pokal-Aus äußerte sich RB-Geschäftsführer Marcel Schäfer zur verpassten letzten Saison-Chance auf einen Titel und wie er auf den Einstand unter Interimstrainer Zsolt Löw blickt. Das Gespräch fand im Beisein anderer Journalisten in der Mixed Zone der Stuttgarter Arena nach dem Spiel statt.

Schäfer: "Extrem enttäuscht"

Herr Schäfer, Trainer getauscht, trotzdem beim Tabellenzehnten 1:3 verloren. Was nehmen Sie Positives aus dem Abend mit?
Wenn man um einen Titel mitspielen kann, kurz vorm Finale steht, dann ist das eine herbe Enttäuschung. Es fällt mir schwer, auf das zu schauen, was wir vielleicht gutgemacht haben. Aber wenn man auf die Statistiken schaut, dann waren wir nicht so schlecht. Stuttgart war aber mit nur neun Torschüssen brutal effizient. Wie sind die Tore gefallen? Zwei Standards, ein Traumtor, einmal haben wir im Spielaufbau einen kapitalen Fehler gemacht.

Lesen Sie hier: die Stimmen zum Pokal-Aus

Wie hat ihnen das Team gefallen, immerhin mit neuem Trainer?
Sie hat sich nie aufgegeben und mir das Gefühl gegeben, dass sie lebt, dass sie widerstandsfähig ist. Trotz alledem, die Enttäuschung ist riesengroß. Wir haben es verpasst, nach Berlin zu fahren, einen Titel zu gewinnen, Geschichte zu schreiben. Das muss man erstmal sacken lassen.

Nach Trainertausch: Das Team lebt!

Der Kontext, in dem sich RB gerade bewegt, ist nach der Entlassung von Marco Rose momentan größer als nur ein Spiel. Wie nehmen Sie die Stimmung im Klub wahr?
Ich könnte jetzt ein Wort sagen, dass nicht hierher gehört. Aber ich beziehe das auf das verlorene Spiel gegen Stuttgart. Es ist extrem bitter, hier nicht gewonnen zu haben. Wir leben im Fußball auf so etwas hin. Schon als Fünfjähriger träumt man von so etwas. Entsprechend ist die Stimmung.

So reagiert Red-Bull-Boss Mintzlaff auf Gomez-Bayer-Gerücht

Wie nehmen Sie Zsolt Löw als Trainer wahr? Es ist seine erste Station als Chefcoach.
Zsolt ist ein unglaublich positiver Mensch. Man hat gesehen, dass wir hoch attackieren wollen, dass wir aktiver sein wollen, dass wir schnell in die Spitze spielen wollen, dass wir beim Umschalten in die Tiefe schauen.

Würden Sie sagen, dass Sie zu spät den Trainer getauscht haben?
Nein. Solange wir die Überzeugung hatten, dass wir die Trendwende herbeiführen können, war es weder zu früh noch zu spät. Es ist immer leicht, wenn alle Karten auf dem Tisch liegen, zu sagen, was vielleicht besser gewesen wäre. Unsere Aufgabe war es, voller Überzeugung zu handeln. Das haben wir getan.