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Silva und Nkunku lösen die Verkrampfung RB erledigt Bochum mit drei späten Toren

Sein erster Treffer für RB Leipzig aus dem Spiel heraus: André Silva trifft per Kopf zum 1:0 gegen Bochum.

Sein erster Treffer für RB Leipzig aus dem Spiel heraus: André Silva trifft per Kopf zum 1:0 gegen Bochum. 

RB Leipzig hat nach dem schweren Rückschlag in der Champions League einen wichtigen Sieg für die Moral gefeiert. Gegen Aufsteiger VfL Bochum gewann der überlegene Vize-Meister am 7. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 3:0 (0:0) und knüpfte den Anschluss an die internationalen Plätze.

Zwar sucht der Vize-Meister weiter seine Spielidee und offenbarte selbst gegen Bochum erneut Defensivprobleme. Doch dank einer starken Schlussoffensive erkämpfte sich das Team von Trainer Jesse Marsch ein 3:0. André Silva (69. Minute) köpfte 36 Sekunden nach seiner Einwechslung vor 25.598 Zuschauern in der Red Bull-Arena zur Führung ein, ehe Christopher Nkunku (73./78.) per Doppelpack erhöhte.

Fehlentscheidung zu Beginn

Das Spiel begann gleich mit einem Aufreger: Nachdem Angeliño (4.) frei auf VfL-Keeper Manuel Reis zulief und ihn umkurvte, köpfte Erhan Masovic den Ball von der Linie, ehe Yussuf Poulsen beim Seitfallzieher gefoult wurde. Schiedsrichter Robert Hartmann gab Strafstoß. Doch als Emil Forsberg bereits zum Punkt ging, schaute sich der Unparteiische nochmal die Szene und entschied: kein Elfmeter. Eine Fehlentscheidung, denn Gegenspieler Herbert Bockhorn traf Poulsen erstens mit offener Sohle am Schienbein, nachdem beide zeitgleich am Ball waren. Und zweitens hätte der Videoschiedsrichter  nicht eingreifen dürfen, weil keine klare Fehlentscheidung vorlag. Dies stachelte RB zunächst noch mehr an. Forsberg (8.) prüfte von Riemann, drei Minuten später knallte der Schwede den Ball an den Pfosten.

Nach dem krankheitsbedingten Fehlen von Abwehrchef Willi Orban (Grippe) setzte Cheftrainer Jesse Marsch dennoch auf die Dreierkette. „Wir versuchen, gut gegen den Ball zu arbeiten, aber auch gut mit dem Ball“, erklärte Marsch. Doch die Unsicherheit schlich sich nach den vergebenen Chancen zurück ins Team. Typisch dafür die Szene in der 29. Minute: Der zuletzt überragende Nkunku lief frei auf Riemann zu, doch statt rechts auf den ebenfalls freien Poulsen zu passen, schoss er selbst und scheiterte am Keeper.

Pfiffe zur Pause, Debüt für Moriba

Bochum befreite sich, presste hoch und nutzte diese Zögerlichkeit fast aus. Nachdem RB nach einem Ballgewinn erneut den Ball verlor, schlenzte Bochums Antony Losilla (36.) den Ball fast zur Führung ins Tor. Danach häuften sich die Fehlpässe im Aufbauspiel - der Schachzug, Forsberg beim Herausspielen mit zurückzuziehen, ging nicht auf. RB agierte in dieser Phase wieder verunsichert, Bochum stellte mit einer ähnlichen Taktik wie Brügge unter der Woche die Leipziger Anspielstationen zu. Die RB-Fans quittierten das mit lautstarken Pfiffen zur Halbzeitpause. Marsch versuchte von außen einzuwirken, mahnte sein Team gestenreich zu mehr Ruhe und Gelassenheit.

Nach einer Stunde stellte er mit der Einwechslung von Nordi Mukile für Angeliño auf Viererkette um. Das änderte zunächst nichts am schwachen und ideenlosen Spielaufbau von RB. Dafür brachte er dann Dominik Szoboszlai und Stürmer Andre Silva für Forsberg und Poulsen und bewies damit ein äußerst glückliches Händchen.

Die Belohnung folgte sofort. Mit seiner ersten Ballberührung köpfte Silva nach einer perfekt getretenen Ecke von Szoboszlai zur Führung ein. Das wirkte befreiend. Nur wenig später lupfte Nkunku gleich zweimal den Ball über Reimann. Nun traute sich Marsch mehr, brachte erstmal den vom FC Barcelona verpflichteten Ilaix Moriba, der ein gutes Debüt hatte. (RBlive/dpa/sid/ukr)