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Von Ullrich Kroemer

„Den Elfmeter zu pfeifen, ist Wahnsinn” Freiburg hadert mit Referee Zwayer

Strittige Szene: Nicolas „Chicco” Höfler gegen Christopher „Christo” Nkunku.

Strittige Szene: Nicolas „Chicco” Höfler gegen Christopher „Christo” Nkunku.

Freiburgs Trainer Christian Streich stand nach dem 0:3 (0:1) bei RB Leipzig äußerlich ganz ruhig im Innenraum des Leipziger Stadions, ließ nach jeder Frage eine Pause und wägte seine Antworten gut ab. Doch innerlich brodelte es in dem Fußballlehrer.

Streich über Zwayer: „Er soll einfach machen, was er denkt”

Nicht, weil seinem Team mitten in eine Drangphase hinein durch einen Elfmeterpfiff und das 0:2 durch Marcel Sabitzer vom Punkt der Stecker gezogen war. Sondern weil Referee Felix Zwayer es nicht für nötig erachtete, sich die strittige Szene selbst noch einmal anzuschauen. Zwar beriet Zwayer etwa zwei Minuten mit dem Videoassistenten, doch der griff offenbar letztlich nicht ein, weil keine klare Fehlentscheidung vorlag.

„Es geht darum, dass man eingebaut hat, dass die Szene jemand überprüfen kann, wenn man nicht ganz sicher ist. Da er 100-prozentig sicher war, dass es ein klarer Elfmeter war, muss er es so machen, wie er es gemacht hat”, sagte Streich bitter. „Er soll einfach machen, was er denkt.”

Heutzutage heißt es, es gab einen Kontakt. Ich habe immer gedacht, es muss ein Foul geben, damit es auch ein Foul ist.
Christian Streich, Trainer des SC Freiburg

Nach einem schönen Pass in den Strafraum von Dani Olmo hatte Freiburgs Nicolas Höfler mit dem linken Fuß den kreuzenden Christopher Nkunku minimal an der rechten Ferse getroffen. Eine so hauchzarte Berührung, dass sie sich Zwayer noch einmal hätte ansehen müssen. „Heutzutage heißt es, es gab einen Kontakt”, sagte Streich. „Ich habe immer gedacht, es muss ein Foul geben, damit es auch ein Foul ist.”

Deutlicher wurde Freiburgs Kapitän Christian Günter. „Den zu pfeifen, ist für mich Wahnsinn. Das reicht niemals für einen Elfmeter, sorry, niemals!”, sagte der Spielführer des SCF.

Freiburg erarbeitete sich zu Beginn der zweiten Hälfte immer mehr Spielanteile, kombinierte gut und drängte RB an den eigenen Strafraum, sodass für 20 Minuten kein geordnetes Aufbauspiel mehr stattfand. „Das war für uns ein extremer Killer im Spiel. Wir waren in der zweiten Halbzeit super drin, sind vorne drauf gegangen und waren viel mutiger”, sagte Günter. „Wir waren nah am Ausgleich dran, der auch nicht unverdient gewesen wäre. Ein 2:0 in so einem Moment, das haut dich um im Spiel.”

Willi Orban: „Hätte im ersten Moment keinen Elfmeter gegeben”

Auch RB Leipzigs Routinier Willi Orban, der ganz gute Sicht auf das Geschehen hatte, „hätte den Elfmeter im ersten Moment nicht gegeben, wenn ich ehrlich bin. Das war für mich fraglich”, bekannte der Leipziger Abwehrspieler. „Aber wir haben mittlerweile die Möglichkeit des Videobeweises und müssen darauf vertrauen. Im Endeffekt bin ich froh, dass er es gepfiffen hat”, so der Pfälzer.

Das sagte auch Trainer Julian Nagelsmann. „Ich bin froh, dass wir ihn bekommen haben. Es war kein rüdes Foul, aber wenn der Videoassistent auch sagt, dass es Elfmeter war, kann es nicht so ganz falsch gewesen sein.” Die Quote vom Punkt passt übrigens bei RB: Leipzig bekam in der Bundesliga bereits den vierten Elfmeter in dieser Saison zugesprochen – mehr als jedes andere Team der Liga – und verwandelte alle. (RBlive/ukr)