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von Ullrich Kroemer ,  Martin Henkel

Kehrtwende nach der Pause: RB dreht Spiel gegen Zenit

Leipzigs Siegtorschützen Marcel Sabitzer (M.) und Konrad Laimer.

Leipzigs Siegtorschützen Marcel Sabitzer (M.) und Konrad Laimer.
Copyright: Imago/Picture Point LE

Aus dem Stadion berichten Martin Henkel und Ullrich Kroemer

Als die Last von Julian Nagelsmann abfiel, jubelte RB Leipzigs Trainer an der Seitenlinie noch euphorischer als seine Spieler auf dem Rasen. Marcel Sabitzers Traumtor zum 2:1 (0:1)-Endstand im dritten Gruppenspiel der Champions League gegen Zenit St. Petersburg war nicht nur für Nagelsmann der dringend benötigte Brustlöser. RB hat nun mit sechs Punkten nicht nur eine sehr gute Ausgangsposition für den Einzug in die K.o.-Phase, sondern mit dem Heimsieg zugleich auch die erfolglose Serie der vergangenen Wochen überwunden. Nach verkorkster erster Hälfte war dafür eine enorme Leistungssteigerung in Hälfte zwei nötig.

Die Fans im mit 41.053 Zuschauern ausverkauften Stadion hatten das Motto für den Leipziger Europapokalabend ausgegeben: „Rasenball in aller Munde – wir beißen uns durch jede Runde”, dichteten die Anhänger.

Und die Leipziger begannen auch furios. Konrad Laimer wuchtete den Ball aus 22 Metern an die Latte (1.). Marcel Sabitzers Volley nach Ablage von Nordi Mukiele strich über das Tor (14.).

Laimer und Sabitzer treffen für RB Leipzig

Doch als sich die Gäste aus Russland geordnet hatten, ließ die Nagelsmann-Elf den Ball vergeblich kreiseln. Von RB-Konter-Fußball war nicht viel zu sehen, stattdessen versuchte sich das mit Ademola Lookman und Kevin Kampl offensiv aufgestellte Team an brotlosem Ballbesitzfußball. Doch das war entweder zu statisch oder die Zuspiele gerieten wie beim 1:1 gegen Wolfsburg zu ungenau. Immer wieder versprangen Timo Werner & Co. die letzten oder vorletzten Bälle; immer wieder versuchten die Akteure auf engstem Raum noch einen Direktpass zu spielen, der nicht ankam. Die wenigen Umschaltmomente konnte RB nicht nutzen. Bei jeder Aktion, die nicht gelang, war zu spüren, wie entnervt die Leipziger selbst über den ausbleibenden Erfolg des neuen „Klein-klein”-Fußballs waren.

Zenit konterte die lange erfolglosen Leipziger Bemühungen clever, schickte immer mal wieder den schnellen Außenstürmer Sardar Azmoun in die Spur, der den Leipzigern in der letzten Linie Probleme bereitete. So nutzten der abgezockte russische Meister seinen ersten Schuss aufs Tor zur Führung. Wie am vergangenen Samstag verteidigten Leipzigs Mittelfeldspieler einen zweiten Ball nicht konsequent, sodass Kapitän Jaroslav Rakitskij unbedrängt aus 25 Metern abziehen konnte und den Ball zur Führung verwandelte (25.).

Cunha verpasst das 3:1

Zur zweiten Halbzeit brachte Nagelsmann dann überraschend Matheus Cunha für Werner. Das tat dem RB-Spiel überraschenderweise gut. Cunha setzte mit einem Fallrückzieher gleich ein Ausrufezeichen (49.). Angetrieben von Laimer, dem besten Leipziger auf dem Platz, agierten die Hausherren viel drängender und zielstrebiger als zuvor. Einen Diagonalpass des in der zweiten Hälfte verbesserten Lookman ließ Laimer auf Sabitzer durch, dessen Zuspiel Laimer aus spitzen Winkel zum Ausgleich verwandelte (49.).

Die Trendwende. RB drückte nun weiter mit Überzeugung und mehr Präzision. Der gute Klostermann flankte von der ungewohnten Linksverteidigerposition einmal quer durch den Strafraum auf Sabitzer, der den Ball mit der Brust stoppte und von der Strafraumkante mit Vollspann abzog. Das Geschoss senkte sich wie ferngesteuert genau in den Tor-Winkel (59.) - ein Befreiungsschlag für die Leipziger, die zuletzt vor einem Monat gegen Bremen zwei Tore in einem Spiel erzielt hatten.

Das mögliche dritte Tor vergab Cunha, als er völlig freistehend rechts neben den Pfosten schoss (83.). Doch von Zenit war in den zweiten 45 Minuten kaum noch etwas zu sehen, sodass die Fans am Ende ebenso euphorisch jubelten wie Nagelsmann. (RBlive)

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