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von Redaktion

Krieger sollt ihr sein! Die RBlive-Elf für die Partie in Wolfsburg

Das ist die RBlive-Elf für das Spiel gegen den VfL Wolfsburg.

Das ist die RBlive-Elf für das Spiel gegen den VfL Wolfsburg.
Copyright: imago/DeFodi/Christian Schroedter/Picture Point LE/Sven Simon

Das 1:2 von RB Leipzig beim SC Freiburg hat am Cottaweg die Frage nach der "Haltung" der Spieler aufgeworfen, die Trainer Julian Nagelsmann und Sportdirektor Markus Krösche bei Teilen des Kaders für ausbaufähig halten und bei anderen vermissen. 

Der Coach sprach deshalb erstmals von "talentfreien Räumen", in denen Biss, Leidenschaft und Wille gefragt seien. Nur, was nicht ist, lässt sich das so schnell aktivieren, wenn das nächste Spiel bereits in gut einem Tag wieder steigt?

Einsatz und Kampfkraft

Da Eile geboten ist, greifen wir von RBlive dem Trainer mit einer Elf aus Kriegern und Mentalitätsmonstern unter die Arme, von der wir sicher sind, dass sie dem VfL Wolfsburg Mittwochabend im DFB-Pokal (18.30 Uhr) zumindest in Sachen Einsatz und Kampfkraft Paroli bieten kann.

Yvon Mvogo
Der Schweizer Keeper ist zwingend erste Wahl für die Besetzung des Torhüter-Postens. Nicht weil Peter Gulacsi einen Deut schlechter wäre als sein Schweizer Vertreter, oder weniger enthusiasmiert, wenn es um Fußball geht. Sondern weil Yvon Mvogo auf einen Einsatz brennt. Dieses Brennen hat eine zweijährige Tätigkeit als Aushilfsschlussmann erzeugt, was den Nationalkeeper im wahrsten Sinne des Wortes „on fire“ setzt. Wer also könnte dieses Feuer besser von hinten auf seine Vorderleute übertragen.

Lukas Klostermann
Vielleicht gibt es bessere, die der Bezeichnung „Mentalitätsmonster“ eher gerecht werden, als der Rechtsverteidiger. Aber wenn es um Pflichterfüllung in den „talentfreien Räumen“ geht, gibt es keinen Zweiten wie den 23 Jahre alten Nationalspieler. Klostermann ist das, was man einen Musterschüler nennt. Er mag keine Haltungsausreißer nach oben haben, er hat aber auch keine nach unten.

Stefan Ilsanker
Defensiv-Allrounder Stefan Ilsanker, genannt „Ilse“, stellt sich praktisch von selbst auf. Nicht nur, weil Nagelsmann seine Mentalitätstugenden am Montag in den hymnischsten Tönen gelobt hat. Sondern weil jemand, der vor drei Jahren an seinem Trainingslager-Zimmerspiegel „happy warrior“, glücklicher Krieger stehen hatte, in jede Startelf gehört, die wie gerade RB durch ein Tal uninspirierter Einsätze geht.

Willi Orban
Willi Orban ist natürlich gesetzt. Qua seines Amtes als Kapitän. Und qua seiner Rolle als Abwehrchef, der in den Spielen seit Saisonbeginn ohne Fehl und Tadel in jenen Räumen agiert, in denen Willensstärke und Einsatz zählen, auch wenn seine Künste, die Mannschaft mit der Stimme zu führen, ausbaufähig sind. Was aber vor allem für eine Nominierung in die Krieger-Elf spricht, ist sein Vorname. Willi steht in direkter Abstammungslinie zu dem als „Willi, das Kampfschwein“ berühmt gewordenen Belgiers Marc Wilmots, der mit schierem Wollen den FC Schalke 1997 zum Gewinn des Uefa-Cups geführt hat.

Die RBlive-Aufstellung im Pokal gegen Wolfsburg.

Die RBlive-Aufstellung im Pokal gegen Wolfsburg.

Marcelo Saracchi
Der Größte ist er nicht, und vielleicht ist er auch nicht der begabteste Linksverteidiger, den Nagelsmann zur Verfügung hat: Aber Marcelo Saracchi, 1,72 Meter groß, ist Uruguayer. Und das bedeutet, der 21-Jährige ist einer Grundsatzhaltung verpflichtet, die in der kleinen Fußballnation am Rio de la Plata als „garra charrúa“ bezeichnet wird. Sie ist in Anlehnung an den Fighting Spirit der Ureinwohner Uruguays, den Charrúas, eine besondere Spielart des Kampfgeistes, nach der die Verantwortlichen bei RB gerade fahnden.

Ethan Ampadu
Was Ethan Ampadu fußballerisch so drauf hat, lässt sich nicht genau nicht sagen, denn der walisische Leihspieler vom FC Chelsea hat noch kein Spiel von Beginn an bestritten. Einen Nachweis aber konnte er bereits erbringen, der ihn prädestiniert, die Rolle eines Vorstoppers, der zwischen der Viererkette und den beiden „Sechsern“ Fehler ausmerzt und Gassenschleicher einfängt, auszufüllen. Er hat den Schädel von Vorstopper-Legenden wie Georg Schwarzenbeck oder Karlheinz Förster, wie sich unlängst zeigte, als er mit einer Gehirnerschütterung vom Länderspiel gegen Kroatien heimkehrte - und diese in Rekordzeit auskurierte.

Diego Demme: Der ostwestfälische Gattuso ist nicht nur Leipzigs laufstärkster Spieler (Ø 12,79 km pro Spiel), sondern er opfert zur Not sogar Zähne für den Erfolg. So wie 2017 gegen Freiburg, als er bei seinem einzigen Tor für RB einen Schneidezahn einbüßte und danach grinste wie ein schottischer Pubbesucher. Nur entscheidende Bälle wie jüngst vor dem zweiten Tor der Freiburger darf Demme in unserer Krieger-Elf nicht verlieren. Im Notfall muss der Gegner fallen. Sein Vorbild Gennaro Gattuso sammelte sieben Platzverweise und 140 Gelbe Karten. Da hat der Hundebesitzer mit italienischem Pass (1/65) noch Nachholbedarf.

Herfried muss betreut werden

Konrad Laimer: Ein steifer Hals kann einen Konny Laimer nicht stoppen. Der Sechser mit der Wunderlunge, der stets wie aufgezogen und bis zur kompletten Erschöpfung durchs Mittelfeld pflügt, schaut eh nicht nach links und rechts – sondern immer nur auf den Ball. Als er wie gegen Zenit plötzlich sogar traf, hat er sich selbst ein wenig erschrocken.

Marcel Sabitzer: Allein der Name Sabitzer verpflichtet zu impulsivem Verhalten auf dem Spielfeld. Sabitzer senior, einst in Österreich Profi, sollte beim Grazer AK aufgrund seines Temperaments in den 1990ern einen eigenen Trainer bekommen, „weil Herfried rund um die Uhr betreut werden muss”.

In dieser Tradition bezeichnet sich auch Marcel selbst als „Mentalitätsmonster”, der es während der Langeweile in der Sommerpause auch schon mal mit Glastischen aufnimmt. Weil er zudem so schön mit Mitspielern hadert, ist der Grantler gesetzt.

Amadou Haidara: Spielerisch läuft es für den Malier noch nicht rund. Doch der 21-Jährige erhielt von Julian Nagelsmann persönlich das Kämpfer-Prädikat: „Es mangelt ihm nicht an Willenskraft." Das genügt für die Nominierung.

Yussuf Poulsen: Der kantige Däne ist Leipzig personifizierter Prellbock. Bälle mit dem Rücken zum Tor ansaugen, behaupten und weiterleiten, in den Strafraum stürmen und selbst abziehen. Und: Keiner läuft die Gegner so aggressiv an wie Poulsen. Mit nur einem Saisontor ist er genau unser Mann, um mit einem 0:0 bis ins Elfmeterschießen zu kommen. (RBlive/mhe/ukr/msc)

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