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Von Ullrich Kroemer

Kurioses Gegentor aus über 50 Metern RB Leipzig verliert gegen Slask Wroclaw

Lichtblick: Ilaix Moriba beim Test von RB Leipzig gegen Slask Wroclaw.

Lichtblick: Ilaix Moriba beim Test von RB Leipzig gegen Slask Wroclaw.

RB Leipzig hat das Testspiel gegen Slask Wroclaw mit 1:2 (1:2) verloren. Vor 261 Zuschauern am Cottaweg – darunter ein Dutzend Fans aus Polen – erzielte Christopher Nkunku (42.) das einzige Tor des Tages. Nach einer zu fehlerhaften und unspirierten ersten Hälfte mit frühem 0:2-Rückstand wurde RB in der zweiten Halbzeit mit vielen Nachwuchsakteuren besser und hätte den Rückstand um ein Haar noch in ein Remis gedreht, das nach der Leistungssteigerung verdient gewesen wäre. Doch ein Treffer von Benjamin Henrichs zählte wegens Abseitsposition nicht (73.).

Trainer Jesse Marsch entschied sich ohne zwölf Nationalspieler für eine Dreierkette. Allrounder Joscha Wosz musste ebenso in der Innenverteidigung ran wie Nordi Mukiele. Dazu erhielten auch die Youngster Sidney Raebiger und Hugo Novoa Chancen in der Startelf.

Wosz leitet 50-Meter-Tor von Ex-Paulianer Sobota ein

Die Gastgeber leisteten sich nach ordentlichen zehn Minuten zu Beginn zu viele individuelle Fehler, Ballverluste und Fehlpässe. Nach einem Fehlpass von Wosz auf Kevin Kampl ins zentrale Mittelfeld schaltete Breslaus Waldemar Sobota – einst bei St. Pauli – am schnellsten und überwand den aufgerückten Keeper Josep Martinez mit einem Schuss aus über 50 Metern (13.). 

RB war beeindruckt von diesem kuriosen Tor und leistete sich weitere Patzer. Nach einem Fehler von Mohamed Simakan im Spielaufbau ließ sich Mukiele an der rechten Außenbahn ausnehmen. Slask-Torjäger Erik Exposito verwertete die Hereingabe aus wenigen Metern Torentfernung sicher (17.). In der 26. Minute hatten die Gäste erneut durch Sobota nach einem Konter nach einer Ecke die Chance zum 3:0, doch Martínez lenkte den Ball noch mit den Fingerspitzen ab (26.)

RB war unter anderem über Novoa nach vorn zu ungefährlich und wenig durchsetzungsfähig. Das Positionsspiel stimmte nicht und es herrschte zu wenig Bewegung auf dem Platz. Kampl erwischte gar keinen guten Tag und leistete sich untypisch viele Fehlpässe im Spielaufbau.

Lichtblick Moriba

Einziger Lichtblick unter denjenigen, die sich für die erste Elf anbieten wollen, war Neuzugang Ilaix Moriba, der aggressiv Bälle eroberte und bei dem zu erkennen war, dass er ins Team drängt. Auch Raebiger war zumindest engagiert.

RB wurde gegen Ende der ersten Hälfte präsenter und belohnte sich. Eine Herteingabe von Benjamin Henrichs, sonst wenig effektiv, erreichte Christopher Nkunku, der zum 1:2 traf (42.). Zuvor hatte der Franzose bereits einen Fallrückzieher angesetzt (39.).

Novoa angeschlagen ausgewechselt

In den zweiten 45 Minuten wechselte Marsch die Youngster Robin Friedrich, Ben Klefisch und David Lelle ein für Simakan, Nkunku und Kampl ein. Henrichs rückte auf seine Position rechts in der Fünferkette; Wosz rückte als Rechtsaußen nach vorn und Moriba auf die Doppelsechs neben Raebiger.

RB ließ zwar wenig zu und bestimmte das Spiel, brachte aber nach vorn kaum Zwingendes zustande. Henrichs mit einer Flanke, die sich gefährlich Richtung Tor senkte und einem direkten Freistoß knapp neben den Pfosten, hatte die besten Szenen.

Marsch brachte nun auch Michael Kostka für Mukiele (62.) und Torhüter Philipp Tschauner für Martínez (66.). Zu den Besseren gehörte Stürmer Robin Friedrich, der unter anderem eine Chance für Wosz einleitete, dessen Schuss am langen Pfosten vorbeistrich (69.). Moriba leitete dann den vermeintlichen Ausgleich durch Henrichs ein, der von der Strafraumgrenze traf, aber im Abseits stand (73.). Moriba hatte kurz darauf erneut das Remis auf dem Fuß, scheiterte aber an Wroclaws Keeper (79.). Kurz vor Schluss hielt sich Novoa den Oberschenkel und musste verletzt ausgewechselt werden (84.). Auch bei einer Doppel-Großchance von Friedrich und Henrichs (90.) wollte der Ball nicht ins Tor. (RBlive/ukr)