Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Sie sind offline und sehen daher eventuell veraltete Nachrichten.

Sie sind offline, bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung.

Daten konnten nicht für Offline-Nutzung gespeichert werden.

Daten wurden für Offline-Nutzung gespeichert.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Ein Angebot von Dumont Newsnet Logo
von Martin Henkel

Nach Rückstand: RB schafft in Berlin die Wende

Torschütze zum 1:1: Leipzigs Timo Werner.

Torschütze zum 1:1: Leipzigs Timo Werner.
Copyright: Imago/Jan Huebner

RB Leipzig hat am Samstag Hertha BSC 4:2 geschlagen, was trotz des deutlichen Ergebnisses unter die Rubrik "Arbeitssieg" fiel und mit einer gehörigen Portion Glück zustande kam, weil RB nach einem 0:1-Rückstand mit Hilfe eines Handspiels sowie eines abgefälschten Schusses die Partie drehte, und ein eigenes Handspiel ohne Folgen blieb.

Maximilian Mittelstädt hatte die Berliner in Führung gebracht. Timo Werner traf zum Ausgleich (38.), Marcel Sabitzer zum 2:1 (45.), Kevin Kampl (87.) zum 3:1 und nochmals Werner (89.) zum 4:1. Der Ex-RBler Davie Selke (90.) setzte den Schlusspunkt hinter diese Partie, die dem dem Tag angemessen mit Reminiszenzen an den 30. Jahrestag der Wende begann. Ein Trabant, seltsamerweise in den Farben des Westberliner Klubs, fuhr vor Anpfiff durch eine improvisierte Mauer. Gleichzeitig fiel ein weiteres Grenzstück am Mittelkreis um, während davor sich beide Teams die Hände schüttelten.

Nieselregen, sieben Grad kalt

Der Handshake gab den Rhythmus der ersten 30 Minuten vor, in denen die Hertha-Profis die zuvor eingefallene Mauer wieder aufstellten und mit sieben Mann ihr Tor verteidigten. Davor kreiselte die RB-Offensive, mehr um sich selbst und bemüht, die richtige Einstellung für dieses Spiel zu finden. War nicht einfach bei zuvor drei Kantersiegen im Olympiastadion in den vergangenen drei Spielzeiten, Nieselregen, sieben kalten Grad und einem düstergrauen Himmel.

Eine Chance spielten die Sachsen in dieser halben Stunde heraus. Bezeichnenderweise nach einem Standard. Es war ein Kopfball von Yussuf Poulsen nach Ecke von Emil Forsberg, den Rune Jarstein unter seinem Oberkörper begrub. Dann brach die 32. Minute an, Hertha hatte Einwurf in der eigenen Hälfte – wenige Sekunden später stand des 1:0. Mittelstädt hatte einen Ball aus 18 Metern ins RB-Tor abgefeuert. Keeper Peter Gulacsi war chancenlos.

Neunter Treffer für Sabitzer

Schon wieder so ein RB-Spiel! Unzulänglichkeiten im Aufbauspiel, wenig Bewegung, keine Ideen und ein halbherziges Pressing. Zum Glück für die Rasenballer aber war Karim Rekik auf dem Platz, der ihnen noch vor der Pause die Wende ermöglichte. Beim ersten, einem verwandelten Elfmeter, hatte der Hertha-Verteidiger zuvor die Flanke von Nordi Mukiele mit der Hand ins Toraus befördert (38.). Den zweiten, einen Schuss von Marcel Sabitzer nach Hackenablage von Forsberg, fälschte er unhaltbar für Jarstein ab. Der Treffer wurde trotzdem dem Österreicher zugeschrieben, es war bereits Sabitzers neunter Saisontreffer.

Dieses zweite Tor fiel mit dem Pausenpfiff, und wenig anderes als eine Menge Matchglück bewahrte RB vor einem weiteren Spiel wie dem vor drei Wochen in Freiburg, das ähnlich begonnen hatte – und 1:2 gegen Leipzig endete.

Doch es will auch verdient sein. RB war mit dem Ausgleich endlich angekommen in dieser Partie, deren zweite Hälfte die Berliner mehr ins Risiko lockte. Perfekt eigentlich für die Konterspezialisten aus der Messestadt, aber sie spielten ihre Umschaltsituationen anfangs schlecht aus, sodass die Hertha im Spiel blieb. Immerhin: Die Führung stand und war wenig gefährdet, weil die kriselnden Berliner vor den Augen ihres neuen Aufsichtsratsmitglieds Jürgen Klinsmann keinen besseren Eindruck machten als in den Wochen zuvor. 

Glück für RB

Die erste Chance für RB ließ deshalb auf sich warten. Nach einer Ecke kam Christopher Nkunku, mittlerweile für Emil Forsberg in der Partie, in der 76. Minute in Schussposition, sein Ball strich am langen Pfosten vorbei. Sechs Minuten später folgte ein zweiter, der Schuss von Werner vom Strafraumeck landete aber seicht in Jarsteins Händen.

In dieser Phase hatte RB wieder das nötige Gück, denn ein Handschlag von Konrad Laimer im Strafraum gegen Niklas Stark, bei dem ihm der Ball zugleich auch an die Finger sprang, ahndete Schiedsrichter Sören Storks nicht (76.) Stattdessen erhöhte RB seine bis dahin knappe Führung durch Kevin Kampl und Werner auf 4:1. Den letzten Treffer erzielte der frühere Leipziger Profi Selke, kurz darauf war Schluss in Berlin - und RB bis zum Abendspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund Tabellenzweiter.

Das könnte Dich auch interessieren