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Von Martin Henkel

Pfiffe gegen Nagelsmann Leipziger Fans halten sich zurück

Alte Weggefährten: Ex-RB-Coach Nagelsmann (l.) und Leipzigs Teammanager N'Diaye

Alte Weggefährten: Ex-RB-Coach Nagelsmann (l.) und Leipzigs Teammanager N'Diaye

Mit einiger Spannung war die Rückkehr von Julian Nagelsmann nach Leipzig erwartet worden. Der ehemalige RB-Trainer hatte sich bei seinem Abgang zu den Bayern den Zorn der Fans aus der Messestadt zugezogen, weil er verneint hatte, Mitarbeiter und Spieler mit in den Süden zu nehmen. Nach seinem Wechsel folgten ihm fünf ehemalige RB-Akteure nach, daruner die Spieler Marcel Sabitzer sowie vier Assistenztrainer und Gehilfen. Dayot Upamecanos Wechsel hatte schon zuvor festgestanden.

Pfiffe gegen Nagelsmann beim Interview

Als "Lügenbaron" war der 34-Jährige daraufhin im RB-Umfeld betitelt worden. Wie also würde der Empfang in der Arena am Samstag ausfallen: derb? Tat es nicht. Nur einmal erhob sich ein Pfeifkonzert, als der Ex in Nähe des Stehblock B zum Interview mit dem Bezahlsender Sky schritt.

Mehr Unmut machte sich nicht breit vor dem Spiel von RB gegen den FCB, auch nicht beim Warmlaufen der beiden früheren Profis Upamecano, der in der Startelf stand, und Sabitzer, als Ersatzkicker zurück im alten Wohnzimmer. Erst als der Österreicher in der 58. Minute eingewechselt wurde, begleiteten ihn laute Pfiffe auf den Rasen.

Mehrere Spieler wie Kevin Kampl im Interview mit RBlive oder Emil Forsberg hatten dafür geworben, die ehemaligen Kollegen und den Coach samt seines Stabes nicht auszupfeifen. Auch Klubchef Oliver Mintzlaff mahnte beim Kickoff für das Turnier der Offiziellen Fanclubs vorigen Mittwoch um Nachsicht und Zurückhaltung. Sie verweisen alle auf Nagelsmanns Verdienste.

"Miete keinen T6"

Der neue Bayern-Trainer war 2019 aus Sinsheim von der TSG 1899 Hoffenheim an den Leipziger Cottaweg gewechselt und hatte in seinen zwei Jahren in Sachsen einmal das Pokalfinale, einmal das Halbfinale der Champions League erreicht und war im ersten Jahr Dritter der Liga sowie eine Spielzeit später Vizemeister geworden.

Der im Vorfeld der Partie geschmähte Trainer hatte seine Worte von der PK, auf der er seinen Abschied bekanntgegeben und versicherte hatte, er werde "keinen T6 mieten", um Spieler und Staff mit nach München zu nehmen, damit erklärt, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht gewußt hätte, ob er überhaupt jemand aus seinem Stab mit nach München nehmen darf. Klar war zu diesem Zeitpunkt lediglich gewesen, dass ihn Spusi und Videoanalyst Benjamin Glück folgen würde. (RBlive/hen)