Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Sie sind offline und sehen daher eventuell veraltete Nachrichten.

Sie sind offline, bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung.

Daten konnten nicht für Offline-Nutzung gespeichert werden.

Daten wurden für Offline-Nutzung gespeichert.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Ein Angebot von Dumont Newsnet Logo
von Matthias Kießling

RB Leipzig bei Zenit St. Petersburg: Mit Gier Richtung CL-Achtelfinale

Zenit St. Petersburg empfängt in der Champions League RB Leipzig.

Zenit St. Petersburg empfängt in der Champions League RB Leipzig.
Copyright: imago/Picture Point LE, Collage: RBlive

14 Tore hat RB Leipzig in den letzten beiden Spielen bei nur einem Gegentreffer erzielt, sechs davon gegen das bisher beste Defensivteam der Bundesliga, den VfL Wolfsburg. Die Erwartungshaltung an den Klub wächst dadurch natürlich deutlich. Was Julian Nagelsmann vor dem Auswärtsspiel bei Zenit St. Petersburg (05.11.2019, 18.55 Uhr) dazu veranlasst, die Erwartungen etwas zu dämpfen. Man könne nicht erwarten, dass jetzt ein Schützenfest nach dem anderen folgt. Es tue auch mal ein 1:0. Wichtig sei vor allem, dass man gierig bleibt, erklärte der Trainer von RB Leipzig.

Selbst ein 1:0-Sieg in St. Petersburg würde RB Leipzig in der Champions-League-Gruppe G einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen lassen. Mit dann neun Punkten könnte im Heimspiel gegen Benfica in drei Wochen (27.11.2019, 21.00 Uhr) bereits ein Punkt für den erstmaligen Einzug in die K.o.-Phase der Königsklasse und einen Platz unter den 16 besten Mannschaften Europas reichen.

RB Leipzig weiß, wie man gegen St. Petersburg gewinnt

Wie man gegen St. Petersburg gewinnen kann, hat RB Leipzig vor zwei Wochen in Leipzig gezeigt. Trotz Rückstand und einiger Probleme konnte das Nagelsmann-Team am Ende mit 2:1 gewinnen. Es war dasselbe Resultat, mit dem RB die Russen in der Saison 2017/2018 im Hinspiel des Achtelfinales der Europa League bezwang.

Besonders gut gelang es Leipzig im Hinspiel vor zwei Wochen Zenits Topstürmer Artem Dzyuba aus dem Spiel zu nehmen. Keinen einzigen Torschuss und keinen Schlüsselpass verbuchte der 1,97 Meter große Angreifer, der in der russischen Liga in den letzten vier Spielen vier Tore schoss und vier vorbereitete. Trotzdem konnte Dzyuba immer wieder andeuten, welche Qualität er in der Ballbehauptung mit dem Rücken zum gegnerischen Tor hat und wie gut er im Anschluss Mitspieler einzusetzen weiß.

Willi Orban und Dayot Upamecano verteidigten den Stürmer in guter Gemeinschaftsarbeit. Nach dem Ausfall von Orban und dem schon längeren Fehlen von Konaté stellt sich die Frage, wer diesmal die Aufgabe übernimmt, den körperlich extrem starken Dzyuba verteidigen zu sollen. Egal wen die Aufgabe trifft, wird es dabei vor allem darauf ankommen, Dzyuba aus den gefährlichen Zonen herauszuhalten und bereits die Anspiele auf ihn zu verhindern.

Zenit über zweite Bälle und Umschalten am gefährlichsten

Aber Zenit St. Petersburg ist natürlich nicht nur Dzyuba. In Leipzig verteidigten die Russen recht tief, erst recht nachdem sie in der ersten Halbzeit in Führung gegangen waren. Vor allem mit dem Iraner Sardar Azmoun hatten sie einen schnellen Stürmer neben Dzyuba, der immer wieder mit Geschwindigkeit in die Räume ging, die sein Partner für ihn aufriss. Selbst der nicht langsame Dayot Upamecano hatte da gelegentlich seine Probleme, dem Antritt des 24-Jährigen Zenit-Angreifers zu folgen.

Von Zenit erwartet Julian Nagelsmann gegenüber dem Hinspiel keine grundlegenden Veränderungen. "Man kann sein Gesicht nie ganz verstecken", glaubt der RB-Trainer nicht an eine kompletten Taktikwechsel. Allerdings erwarte er die Gastgeber im Heimspiel mit sehr viel mehr Intensität. Bei bisher nur vier Punkten aus drei Spielen wäre ein Sieg für Zenit wichtig, um nicht entscheidenden Boden im Kampf um einen der ersten beiden Plätze in CL-Gruppe G zu verlieren.

Gegen Benfica Lissabon konnte sich Zenit St. Petersburg am zweiten Spieltag der Champions League im bisher einzigen Heimauftritt mit 3:1 durchsetzen. In Heimspielen in der beiheizten Gazprom-Arena zu St. Petersburg ist Zenit in dieser Saison in neun Spielen bei sechs Siegen wettbewerbsübergreifend noch ungeschlagen. Mit dem Zielspieler Dzyba hat man sehr gute Qualitäten im Spiel über zweite Bälle. Andererseits kann man es auch gut über Defensive und Umschalten.

Timo Werner gegen ein Bollwerk, das nicht unbezwingbar ist

St. Petersburg ist in Europa sicher nicht das allerhöchste Regal. FiveThirtyEight weist das Team unter den aktuellen Champions-League-Mannschaften im Qualitäts-Ranking auf Rang 16 aus (Leipzig liegt dort auf Rang 11). Mit Branislav Ivanovic, Douglas Santos, Serdar Azmoun, Yaroslav Rakitskiy oder Wilmar Barrios verfügt Zenit neben Dzyuba allerdings über klare Stützen und sowieso über eine klare Spielidee und eine kompakt verteidigende Mannschaft.

Im Gegensatz zur heimischen Liga kommt St. Petersburg in der Champions League vor allem über das Umschaltspiel und hatte in drei Spielen im Schnitt bisher nur 42% Ballbesitz. Das könnte sich angesichts der Ausgangslage in Gruppe G am vierten Spieltag und dem Druck, der eher auf Zenit liegt, ein wenig ändern.

Das wiederum könnte RB Leipzig die Räume geben, die man braucht. Mit Timo Werner hat der Bundesligist einen Spieler in den eigenen Reihen, der mit fünf Toren und fünf Torvorlagen noch mal deutlich heißer ist ist als Artem Dzyuba. Auch wenn Julian Nagelsmann seinem Stürmer für das Spiel gegen St. Petersburg keine Torvorgaben machen will, darf man auf Treffer des Nationalstürmers hoffen. Denn bei aller Kompaktheit ist St. Petersburg defensiv auch kein unbezwingbares Bollwerk. 18 zugelassene Torschüsse pro Champions-League-Partie in dieser Saison zeugen davon.

(RBlive/ mki)

Das könnte Dich auch interessieren