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von Matthias Kießling

RB Leipzig mit Taktikwechsel zum Sieg gegen St. Petersburg

Lukas Klostermann spielte bei RB Leipzig nach der Pause gegen Zenit St. Petersburg offensiver und war so entscheidend am Sieg beteiligt.

Lukas Klostermann spielte bei RB Leipzig nach der Pause gegen Zenit St. Petersburg offensiver und war so entscheidend am Sieg beteiligt.
Copyright: imago images / Picture Point LE

0:1 stand es zur Pause des Champions-League-Gruppenspiels zwischen RB Leipzig und Zenit St. Petersburg. Wie schon gegen Olympique Lyon lag das Team von Julian Nagelsmann nach der Hälfte der Spielzeit zurück. Unzufrieden war der Trainer von RB Leipzig mit dem Spiel bis dahin aber nicht. Auch vor der Pause habe man schon eine "gute Spielkontrolle und ein gutes Gegenpressing" gehabt.

Allerdings spielten sich die RB-Spieler in der ersten Halbzeit noch oft mit wenig Geschwindigkeit am gegnerischen Strafraum einen Wolf, ohne in aussichtsreiche Abschlusssituationen zu kommen. Konrad Laimers Fernschuss aus 25 Metern in der ersten Minute, den Gäste-Keeper Mikhail Kerzhakov an die Latte lenkte, war lange die gefährlichste Aktion der Gastgeber.

Zenit St. Petersburg verteidigt überraschend tief

Zenit verteidigte mit neun Spielern am eigenen Strafraum sehr dicht, was Julian Nagelsmann ein wenig überraschte, da er die Russen aus der Gegneranalyse als eine Mannschaft kannte, die während eines Spiels phasenweise auch immer wieder höher attackiert. Spätestens mit der 1:0-Führung waren die Gäste allerdings ausschließlich auf Defensive und Konterversuche beschränkt.

Gegen die langen Bälle, die Artem Dzyba dann verarbeiten sollte, verteidigte insbesondere die RB-Defensive sehr gut. Allerdings habe man, so Julian Nagelsmann, vor der Pause "zu viel Risiko in der Restverteidigung" genommen, sodass RB Glück hatte, dass in der einen oder anderen Zenit-Kontersituation der "finale Ball nicht ankam".

RB Leipzig mit Umstellung in Formation und Taktik

Nicht gefallen hatte Julian Nagelsmann bis zur Pause auch die Besetzung der Flügel. Die Partie wurde zu stark durch die Mitte gespielt, wo kaum ein Durchkommen war und sich die RB-Offensive immer wieder in der dichten Zenit-Defensive verfing. Entsprechend stellte Nagelsmann nach der Pause im Spiel mit dem Ball auf eine Dreierkette und ein 3-5-2 um. Mukiele war neben Upamecano und Orban für den Spielaufbau und die defensive Absicherung verantwortlich. Lukas Klostermann spielte dafür auf der linken Seite sehr offensiv. Marcel Sabitzer spielte das spiegelverkehrt auf der rechten Seite.

Genau die Räume, die Sabitzer und Klostermann besetzten, waren die entscheidenden, um die Partie gegen St. Petersburg schließlich zu drehen. Beim 1:1 nimmt RB Leipzig das Tempo von der linken auf die rechte Seite, wo Sabitzer zu Laimer durchsteckt, der dann vollendet. Beim 2:1 ist es eine Seitenverlagerung zu Klostermann auf der linken Seite, die Raum schafft. Nach einer Kombination kommt der Außenverteidiger dann zur Flanke, die Sabitzer am anderen Ende des Strafraums aufnimmt und mit dem rechten Außenrist im linken Winkel versenkt.

Auch Charakter für Sieg verantwortlich

"Sehr zufrieden" war Julian Nagelsmann schließlich mit der Leistung seiner Mannschaft und mit dem "hochverdienten Ergebnis". Nur dass RB Leipzig das Spiel nicht bei Großchancen von Matheus Cunha vorzeitig entschied, war ein kleiner Makel. Laut sei der Trainer diesmal in der Kabine zur Halbzeit trotz des Rückstands nicht geworden, versicherte Emil Forsberg.

Und ganz auf taktische Fragen wollte Peter Gulacsi den Sieg auch nicht reduziert wissen: "Wir haben Charakter gezeigt und an uns geglaubt", verwies er auch auf die Moral des Teams. Vor allem in Sachen Intensität hatte RB Leipzig nach der Pause noch mal deutlich zugelegt. Das reichte zusammen mit den taktischen Veränderungen, um den russischen Meister, der Mitte der zweiten Halbzeit durch Yordan Osorio noch mal die große Ausgleichschance hatte, völlig verdient zu bezwingen.

(RBlive/ mki)

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