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RB patzt vor Geisterkulisse Poulsen rettet Punkt gegen Freiburg

Erk├Ąmpfte f├╝r RB Leipzig einen Punkt: Yussuf Poulsen.

Erk├Ąmpfte f├╝r RB Leipzig einen Punkt: Yussuf Poulsen.

Stotterstart in die Geistersaison: RB Leipzig kommt in der Fu├čball-Bundesliga gegen den SC Freiburg nur zu einem 1:1 (0:1) und geht mit einer kleinen Hypothek ins Meisterschaftsfinale. In der nahezu leeren Red Bull Arena sorgte Manuel Gulde (32.) f├╝r die Freiburger F├╝hrung. Yussuf Poulsen (77.) gelang f├╝r die dr├╝ckend ├╝berlegenen Leipziger noch der Ausgleich.

Im Umfeld des Stadions blieb es bis zum Schlusspfiff ├Ąhnlich ruhig wie in der Arena, in der vieles anders war als gew├Âhnlich. Eine Flugzeug-Gangway im Innenraum sorgte daf├╝r, dass die gut drei Meter H├Âhenunterschied zu den Zuschauerr├Ąngen ├╝berwunden werden konnten, falls zus├Ątzlicher Platz ben├Âtigt wird. Aufgrund des Abstands war auf den Ersatzb├Ąnken weniger Raum als sonst.

RB baute f├╝r beide Klubs kleine Trib├╝nen auf, auf denen die Ersatzspieler auf St├╝hlen sa├čen und ├╝ber die Bande hinweg das Spiel verfolgen konnten. RB-Boss Oliver Mintzlaff und RB-Architekt Ralf Rangnick verfolgten das Spiel von der VIP-Trib├╝ne aus, auf der auch statt wie sonst auf der Bank Sportdirektor Markus Kr├Âsche sa├č.

Wadentor von Gulde bringt Freiburg ├╝berraschend in Front

Dort sahen sie zun├Ąchst zwei Teams, die immens viel Laufarbeit verrichteten und sich neutralisierten. Leipzig war trotzdem den Tick besser und kam zu einigen Abschlussm├Âglichkeiten - allerdings nur aus der Ferne. Konrad Laimer (2.) verfehlte mit seinem Schuss das Tor, den Versuch von Christopher Nkunku (8.) hielt SC-Keeper Alexander Schwolow.

Laimer (14.) war dann wiederum nach einem Konter nicht konsequent genug, nachdem Schwolow einen Schuss von Timo Werner nicht festhalten konnte. Dass bei Leipzig in Marcel Sabitzer und Patrik Schick zwei angeschlagene Leistungstr├Ąger zun├Ąchst auf der Bank sa├čen, merkte man dem Spiel nicht an. Kevin Kampl f├╝hrte in seinem ersten Einsatz nach sechs Monaten Verletzungspause klug Regie, setzte die St├╝rmer und hoch stehenden Au├čenverteidiger klug ein.

Freiburg kam offensiv kaum zum Zuge. Wenn ├╝berhaupt, dann ging etwas ├╝ber die Au├čenspieler - und ├╝ber Standards. So rutschte eine Ecke von Vincenzo Grifo irgendwie durch und Gulde lenkte den Ball per Wade ins lange Eck. RB-Torwart Peter Gulacsi hatte keine Chance, Freiburg lag sehr ├╝berraschend vorn.

M├Âglicher Siegtreffer von Koch wurde nach Videobeweis aberkannt

RB-Trainer Julian Nagelsmann reagierte und wollte mit der Einwechslung von Ademola Lookman die Offensive der rechten Seite st├Ąrken. Ein fast goldener Wechsel. Nach Flanke von Kampl musste der Brite (56.) den eigentlich nur noch ├╝ber die Linie dr├╝cken - schoss aber aus Nahdistanz vorbei. Eine Minute sp├Ąter schlenzte Nkunku aus 20 Metern, Schwolow parierte gerade noch. Der Ausgleich w├Ąre mittlerweile verdient gewesen.

Doch RB verlor sich zu oft im eigenen Passspiel, war in den entscheidenden Momenten zu unentschlossen oder w├Ąhlte die falsche Option. Nagelsmann reagierte erneut, brachte Sabitzer und stellte auf Viererkette um. RB bekam schnell die n├Ąchste Gro├čchance, aber Poulsen (74.) verzog v├Âllig frei aus elf Metern. Drei Minuten sp├Ąter machte es der D├Ąne besser, traf per Kopfball nach einer Kampl-Flanke zum Ausgleich. Ein Kraftakt. Einen letzten Schreckmoment f├╝r RB gab es in der Nachspielzeit. Das m├Âgliche 2:1 durch Robin Koch f├╝r Freiburg z├Ąhlte aber nach Videobeweis wegen einer Abseitsposition nicht. (RBlive/dpa)