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Von Martin Henkel, Ullrich Kroemer

Verschnürt indisponiert Die Spieler von RB Leipzig in der Einzelkritik

Artistisch aber ohne Ertrag: Christopher Nkunku gegen die Abwehr der TSG und vor den Augen von Yussuf Poulsen

Artistisch aber ohne Ertrag: Christopher Nkunku gegen die Abwehr der TSG und vor den Augen von Yussuf Poulsen

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 0:0 gegen Hoffenheim gesehen:

Peter Gulacsi: Hatte nicht viel Arbeit an diesem Freitagabend, und wenn, dann fischte er die paar TSG-Bälle, die es auf sein Tor schafften, weg. Note: 2.


Willi Orban: Spielte den rechten Part in der Dreierkette. Hatte beim Verteidigen keine Mühe mit den eher harmlosen Sinsheimern. Nach vorn gelang ihm aber wenig, was nicht nur Unvermögen gewesen ist. Für seine Vorstöße wie zuletzt gegen Bremen fehlte es an Raum - mitunter aber auch an Mut. Note: 3.


Ibrahima Konaté: Zweites Spiel von Beginn an für den neuen Stamm-Innenverteidiger der Sachsen in der kommenden Saison, wenn Dayot Upamecano die Sachsen verlässt und Konaté bleibt. Kein Vorbeikommen für die TSG-Angreifer. Wirkte aber beim Spielaufbau vor der Pause ab und an wackelig, aber nichts, was nach so langer Verletzungspause verwunderte oder problematisch gewesen wäre. Note: 3.

Dayot Upamecano: Gute drittletzte Heimpartie für den Franzosen. Lief ab, was abzulaufen war, blockte weg, was auf ihn zukam, hatte eins, zwei Vorstöße in die gegnerische Hälfte. Mehr aber auch nicht. Note: 3.


Nordi Mukiele: Seltsamer Auftritt des Außenläufers. Nichts ging sich aus oder zusammen für den Franzosen. Machte zwar keine groben Fehler, wirkte aber durchgängig indisponiert. Note: 4.


Marcel Sabitzer: Versuchte sich in recht offensiver Position häufig als Kanonier, nicht umsonst ist Sabitzer der beste Torschütze der Leipziger (sieben Bundesligatreffer). Doch dem Österreicher fehlte die Zielgenauigkeit. Seine Knaller (41., 65.) strichen zweimal knapp am linken Pfosten vorbei. War sonst griffig, nahm die körperliche Partie an, gewann viele Zweikämpfe (80 Prozent), doch auch ihm ging der geniale Moment oder das erlösende Tor ab. Note: 2,5.

Tyler Adams: Engagiert wie immer der US-Amerikaner, aber viel rum kam dabei für sich und seine Teamkollegen nicht. Musste nach der Pause Mukiele auf der rechten Außenbahn ersetzen, wo er an diesem Abend besser aufgehoben war. Note: 3,5.


Angeliño: Erster Einsatz nach sechs Wochen Verletzungspause. Trainer Nagelsmann sagte später, er sei damit ein Risko eingegangen, habe aber habe auf die Tempoläufe des Spaniers aus der Hinserie gesetzt. Es haute nicht hin. Angeliño konnte seine Talente nur ansatzweise zur Entfaltung bringen und wurde in der Kabine während der Pause von seinem Comeback erlöst. Note: 4.


Dani Olmo: Eine der schwächsten Saisonleistungen des Spaniers. Hatte keine Idee, die aggressiven Hoffenheimer, die ihm im Rücken und auf den Füßen standen, zu überwinden und rieb sich auf. Tiefe Läufe: Fehlanzeige. Ergebnis: kein Torschuss, keine Torschussvorlage – Auswechslung nach einer Stunde. Note: 4.

Emil Forsberg: War nicht viel am Ball, dafür aber an drei, vier gefährlichen Situationen beteiligt: Stieß als einer der wenigen mal zur Grundlinie durch, legte Chancen für Sabitzer (41.), Tyler Adams (60.) und Sörloth (72.) auf, strahlte aber selbst zu wenig Torgefahr aus. Note: 3.


Christopher Nkunku: Nach der so überlegenen und überlegten Partie gegen Bremen verschnürte Hoffenheim Nkunkus Genialität und Finesse geschickt. Traute sich auf der linken Seite zu wenig zu, um durch seine Technik mal die Abwehrkette zu überwinden. Zu viel Sicherheitsfußball anstatt Fußballkunst. Gehörte dennoch zu den Aktivsten und hatte eine gute Torchance, als Baumann hielt (59.). Note: 3.


Kevin Kampl (46.): Kam zur zweiten Hälfte, um den Spielaufbau zu ordnen und das Team zu lenken. Sorgte für Schwung und Druck bis zur 70. Minute, tauchte dann aber zu sehr ab. Note: 3,5.


Amadou Haidara (46.): Ist gerade nur Joker und kam für den noch nicht wieder überzeugenden Angeliño ins Spiel. Nahm die Zweikämpfe viel besser an als der Spanier und bearbeitete seine linke Seite ordentlich, ohne eine zündende Idee einzubringen. Brachte eine gute Flanke auf Sörloth, die der Norweger vorbeinickte (88.). Note: 3,5.


Alexander Sörloth (62.): Hatte nach Kopfballablage von Forsberg die Riesenchance, das 1:0 zu erzielen. Doch sein Vollspann-Hammer (mit dem schwächeren rechten Fuß) rauschte weit über den Kasten (72.). Auch per Kopf traf der Norweger nicht (88.), lieferte aber keine schlechte Partie ab und war viel unterwegs. So blieb das schale Gefühl: Mit mehr Spielpraxis und von Beginn an hätte er vielleicht wie gegen Bremen eine seiner Chancen verwandelt. Note: 3.

(RBlive/hen/ukr)