RB Leipzig

Stadt Leipzig soll RBL mit 500.000 Euro unterstützen

16.08.2016, 18:53
Der Oberbürgermeister und der Mäzen: Leipzigs OB Burkhard Jung (Zweiter von links) neben Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz
Der Oberbürgermeister und der Mäzen: Leipzigs OB Burkhard Jung (Zweiter von links) neben Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz imago/Worbser

Die stadteigene Holding LVV unterstützt RB Leipzig künftig nicht nur mit Strom und Wasser, sondern auch finanziell. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung hat der vor Abschluss stehende Sponsorenvertrag zwischen Klub und LVV, zu der unter anderem Verkehrsbetriebe und Stadtwerke gehören, einen Wert von etwa einer halben Million Euro.

Weshalb die nicht eben auf Rosen gebettete Stadt den reichen Bundesligisten unterstützt, erklärt Unternehmenssprecher Frank Viereckl der Bild so: „RB hatte viele Anfragen von Energieversorgern, die Partner des Klubs werden wollten. Ihnen unseren Heimmarkt zu überlassen kam nicht infrage. Natürlich erhoffen wir uns wirtschaftliche Effekte durch Neukunden.”

Als Gegenleistung für den lukrativen Deal gewähre RBL der Stadtholding unter anderem einen Tisch im VIP-Bereich, 50 Dauerkarten auf der Tribüne – etwa für Gewinnspiele – und Werbebanden. Der Vertrag soll zunächst ein Jahr laufen, plus Option auf eine Verlängerung.

Den Vorwurf, dass die städtische LVV RBL bevorzuge, versucht Viereckl so zu entkräften: „Es gibt in Leipzig nahezu keinen Verein, den wir nicht unterstützen.” Doch kein anderer Klub dürfte Geld und Sachleistungen in Höhe von 0,5 Millionen pro Jahr erhalten.