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AS Rom steigt in NUSA-Poker ein Noch 70 Millionen fehlen: Muss RB seinen norwegischen WM-Star verkaufen?

RB braucht weitere Spielerverkäufe, um sein Einnahme-Ziel in diesem Sommer zu erreichen. Nusa wäre sportlich aber kaum zu ersetzen. Warum ein Verkauf des Norwegers deshalb zum großen Dilemma wird.

24.07.2026, 09:57
Gerangel um RB-Star Antonio Nusa, doch nicht nur auf dem Trsansfermarkt, sondern auch im Spiel gegen den SC Freiburg.
Gerangel um RB-Star Antonio Nusa, doch nicht nur auf dem Trsansfermarkt, sondern auch im Spiel gegen den SC Freiburg. Foto: Imago/Motivio

Leipzig/hen - Die Liste der Interessenten an RB-Profi Antonio Nusa wird länger. Nach Newcastle United sollen sich nun auch die AS Rom, der AC Mailand sowie die Nordlondoner Rivalen Arsenal und Tottenham mit dem norwegischen Nationalspieler beschäftigen. Besonders die Roma soll bereits Kontakt zu RB Leipzig aufgenommen haben. Im Raum steht eine Ablöse von 55 bis 60 Millionen Euro.

RB in der Zwickmühle

RB bringt das wachsende Interesse in eine Zwickmühle. Der Klub muss in diesem Sommer Transfereinnahmen von rund 110 Millionen Euro einfahren, um seine wirtschaftlichen Vorgaben zu erfüllen. Bislang aber ist lediglich die feste Verpflichtung von Loïs Openda durch Juventus Turin verbucht. Sie bringt RB etwa 40 Millionen Euro ein. Damit fehlt weiterhin ein erheblicher Betrag.

Weiterlesen: RB unter Einnahmedruck: Diese Klubs jagen Nusa

Andere geplante Verkäufe stocken. Wie etwa der von Innenverteidiger Castello Lukeba, der als Verkaufskandidat Nummer eins gilt. Sollte für Nusa tatsächlich ein Angebot in der Größenordnung von 55 oder 60 Millionen Euro eingehen, könnte RB deshalb kaum einfach darüber hinwegsehen. Der 21-Jährige besitzt zwar noch einen Vertrag bis 2029 und soll grundsätzlich bleiben. Eine Alternative wäre der Verkauf von Shootingstar Yan Diomande, für dessen Verkauf an die 100 Millionen Euro zu erwarten wären. Die sportlichen Folgen wären aber dieselben.

Was erwartet RB von Nusa?

Die wären bei beiden kaum aufzufangen. Im Ansatz des neuen Trainers Martín Demichelis sind dribbelstarke Flügelspieler von zentraler Bedeutung. Für Nusa und Diomande gibt es aber keinen gleichwertigen Ersatz im Kader. Tidiam Gomis gilt als Talent, ist aber noch nicht so weit, die linke Offensivseite auf Bundesliga- und Champions-League-Niveau allein zu tragen. Dasselbe gilt von Johan Bakayoko auf dem rechten Flügel.

Damit steckt RB in einem klassischen Dilemma: Der Klub könnte Nusas Millionen dringend brauchen, Demichelis dagegen braucht dessen fußballerisches Profil. Ein Verkauf würde die Bilanz erheblich entlasten, zugleich aber eine neue Baustelle schaffen, auf der ein Teil der Einnahmen sofort wieder investiert werden müsste. Noch aber liegt wohl kein Angebot vor, das RB zum Handeln zwingt.