Gut für RB Leipzig

Manchester United blockiert Rangnicks Wunschtransfer Haidara

Von ukr/mit sid 19.01.2022, 11:51
Zusammenarbeit nicht absehbar: Amadou Haidara und Ralf Rangnick im Jahr 2019.
Zusammenarbeit nicht absehbar: Amadou Haidara und Ralf Rangnick im Jahr 2019. imago/Jan Huebner

Amadou Haidara kann am Donnerstag bei einem Sieg mit Mali gegen Underdog Mauretanien ins Achtelfinale des Africa Cups einziehen. Auf der Insel sorgt der Mittelfeldspieler von RB Leipzig derweil ohne eigenes Zutun für Unruhe. Grund: Ex-RB-Sportdirektor und -Trainer Ralf Rangnick wollte seinen früheren Schützling bereits im Winter zu Manchester United lotsen, um seine Pressingphilosophie umsetzen zu können. Doch laut einem Bericht der Sport-Bild (Print) blockt United den Wunschtransfer ab. Zunächst müsse ManUntd teure Spieler abgeben, ehe neue verpflichtet werden.

Der Premier-League-Klub bremse Rangnick dabei, den Kader nach seinen Vorstellungen umzubauen, weil spätestens im Sommer eh ein neuer Trainer übernehmen soll. Das könnte der derzeitige Paris-Coach Mauricio Pochettino sein. Zudem wird der bisherige Vorstand Ed Woodward ab 1. Februar durch den bisherigen Finanzboss Richard Arnold ersetzt.

Rangnick hat nach seiner Zeit als Interimscoach bis zum Saisonende noch einen zweijährigen Vertrag als Berater bei United. Doch wie viel Einfluss er dann tatsächlich hat, steht in den Sternen. Der 63-Jährige soll Ajax-Trainer Erik Ten Hag als neuen Manager des Klubs aus Manchester vorgesehen haben. Doch bereits jetzt soll der Kabinensegen schief hängen – zumindest bei unzufriedenen Stars wie Paul Pogba und Edison Cavani.

Offener Zwist zwischen Rangnick und Martial

Zwischen Rangnick und zumindest einem Spieler gibt es sogar eine offen geführte Auseinandersetzung. Der französische Nationalspieler Anthony Martial bestritt am Sonntag die Behauptung seines Trainers, dass er sich geweigert habe, im Kader für die Premier-League-Partie bei Aston Villa zu stehen. „Ich werde mich niemals weigern, ein Spiel für Manchester United zu spielen”, schrieb Martial bei Instagram: „Ich bin seit sieben Jahren hier und habe den Klub und seine Fans niemals respektlos behandelt. Das werde ich auch in Zukunft nicht tun.”

Rangnick hatte bei dem Spiel am Samstag (2:2) einen Platz auf der Bank unbesetzt gelassen und mitgeteilt, Martial habe sich gegen die Reise nach Birmingham entschieden. „Ja, er wollte nicht im Kader stehen”, sagte er. Martial will den Verein noch im Winter verlassen. Wenn der Deal klappt, könnte Rangnick bei Haidara noch einmal einen Vorstoß wagen – doch die Erfolgschancen scheinen eher gering. Zuletzt hatte Newcastle United Interesse an den Diensten des Achters bekundet.

RB-Leipzig-Talent Moriba im Achtelfinale des Africa Cups

Doch RB muss nicht verkaufen. Haidaras Ausstiegsklausel von etwa 40 Millionen Euro greift laut Sky erst im Sommer. Doch die Leipziger wollen wohl lieber mit dem Malier, der noch bis 2025 an RB gebunden ist, vorzeitig verlängern oder ihm die Ausstiegsklausel abkaufen.

Sein Nachfolger aus den eigenen Reihen könnte eines Tages Ilaix Moriba werden, den RBL bereits im Sommer vom FC Barcelona verpflichtete. Moriba zog am Dienstag trotz eines 1:2 gegen Simbabwe mit Guinea ins Achtelfinale des afrikanischen Kontinentalturniers ein. Positiv: Der Youngster bestritt sein zweites Spiel für sein Heimatland und durfte für 63 Minuten ran.