Nagelsmann über Laimer-Transfer

„Das Entscheidende ist, was der Spieler will”

Von ukr 29.07.2022, 14:00
Bald wieder vereint? Konrad Laimer und Julian Nagelsmann.
Bald wieder vereint? Konrad Laimer und Julian Nagelsmann. (imago/Team 2)

Für Konrad Laimer ist die Situation pikant. Der Mittelfeld-Antreiber von RB Leipzig wird wohl im Supercup gegen den FC Bayern München (Sa., 20.30 Uhr) antreten müssen, der ihn seit Wochen umwirbt. Nun hat sich Bayern-Trainer Julian Nagelsmann zu den Begehrlichkeiten geäußert. Der FCB-Coach will den Österreicher, den er zwei Jahre in Leipzig betreute, gern nach München lotsen. Und Laimer würde gern wieder mit dem Ex-Trainer zusammenarbeiten.

Nagelsmann über Laimer: „Es geht um den Wunsch eines Menschen”

„Das Entscheidende ist, was der Spieler will”, betonte Nagelsmann und wurde dann etwas kryptisch. „Wir haben immer noch die gesunden Verhältnisse, dass erstmal ein Spieler den Wunsch äußert, wo er vielleicht hingehen möchte und nicht andersherum. Wir rufen als Bayern München nicht überall an und sagen, egal, was der Spieler will, er kommt jetzt zu uns.” Es gehe „immer um den Wunsch eines Menschen”.

Damit wollte Nagelsmann wohl herausstellen, dass Laimer lieber zum FC Bayern wechseln möchte, anstatt ein letztes Vertragsjahr in Leipzig zu verbringen. RB Leipzig pocht jedoch zu Recht auf den noch ein Jahr gültigen Vertrag. Nur für 30 Millionen Euro würde RBL den Leistungsträger zum Hauptkonkurrenten nach München ziehen lassen.

Nagelsmann telefoniert „häufig” mit Oliver Mintzlaff

„Ich hoffe, dass die Bayern auch mal andere Ideen finden und nicht immer unsere Spieler holen”, hatte RB-Klubchef Oliver Mintzlaff vor einer Woche gesagt. Und Domenico Tedesco hatte am Donnerstag betont: „Je länger sich das zieht, desto schwieriger wird es, den Transfer umzusetzen. Die Zeit spricht für uns.” Laimer wisse das, „und er ist an dem Punkt, an dem er für sich selbst auch Klarheit haben möchte”. Nagelsmann reagierte nun vor dem Aufeinandertreffen cool. Sprüche wie diese könne er nachvollziehen, sagte er. „Ich habe nach wie vor ein sehr gutes Verhältnis zu Oli Mintzlaff, wir telefonieren häufig – alles in bester Ordnung.”

Übrigens: Von einer ursprünglich angestrebten Einigung bis zum Supercup ist keine Rede mehr. „Er wird spielen, davon gehe ich aus”, sagte der Bayern-Trainer. Das ist zwar eine seltsame Situation, doch Bedenken hat Tedesco deswegen nicht. „Er ist ein wichtiger Spieler für uns, ein starker Charakter, mit der richtigen Mentalität und Haltung”, sagte der RB-Trainer. Der Poker wird sich weiter ziehen – womöglich bis zum Ende der Transferperiode in einem Monat.

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