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ARD: Hass-Transparente schon einen Tag vorher im Stadion

„Meer voller Banner und Plakate mit teilweise diffamierendem, beleidigendem und beschämendem Inhalt”: Dortmunds Polizeidirektor ermittelt wegen der Hass-Banner auf der Südtribüne.

„Meer voller Banner und Plakate mit teilweise diffamierendem, beleidigendem und beschämendem Inhalt”: Dortmunds Polizeidirektor ermittelt wegen der Hass-Banner auf der Südtribüne.

Auch zu Beginn der ARD-Überragung des DFB-Pokal-Achtelfinales zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC waren die schweren Ausschreitungen am Samstag Thema. Neben Experte Mehmet Scholl äußerten sich auch Michael Zorc, Fanprojektler Thilo Danielsmeyer und Trainer Thomas Tuchel. Kapitän Marcel Schmelzer wandte sich per Videobotschaft an die Fans.

Scholl sagte unmissverständlich in Richtung der Straftäter: „Diese Art von Fans respektiert erstens keine Menschen und zweitens nicht den Fußball. Wir sollten über diese Flachzangen nicht reden, die sollen einfach daheim bleiben.”

Zorc: „Schande für Borussia Dortmund”

Sportdirektor Michael Zorc, der sich im Gegensatz zu Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Klub-Präsident Reinhard Rauball den Fragen der ARD stellte, sagte: „Wir haben eine neue Stufe der Eskalation gesehen. Das ist eine Schande für Borussia Dortmund.”

Laut Fanprojekt-Mitarbeiter Thilo Danielsmeyer hätte der Protest gegen RB Leipzig plötzlich eine „solche Dynamik angenommen”, dass selbst Leute die sonst nicht als Gewalttäter auffallen, „plötzlich in der ersten Reihe standen”.

Wie die ARD recherchiert hat, sollen die zahlreichen diffamierenden Transparente, bereits einen Tag vor dem Spiel ins Stadion gebracht worden sein – offenbar am Ordnungsdienst vorbei oder von diesem gedeckt. Damit konfrontiert, sagte Zorc: „Wir wollen das intensivst aufklären, und sind auch schon dabei.” Ermittlungsergebnisse wolle der BVB in der nächsten Woche der Öffentlichkeit vorstellen.

Ansprache von Kapitän Schmelzer an die Fans: „Sowas kennen wir von Euch nicht”

Trainer Thomas Tuchel, der erst am späten Samstagabend von den Ausschreitungen erfahren hatte, äußerte sich eher defensiv zu den Verfehlungen einiger Fans. Die Randale seien auch „Thema bei Spielern und in der Trainerkabine” gewesen. Doch da weder Trainer noch Spieler direkt etwas von dem Gewaltexzess mitbekommen hatten, habe die Konzentration vor der Pokalpartie nicht gelitten. Vor der Partie sagte Tuchel: „Die überwältigende Mehrzahl hier im Stadion ist nicht gewalttätig. Ich wünsche mir, dass sie uns heute anfeuern.”

Direkt vor Anpfiff wandte sich auch BVB-Kapitän Marcel Schmelzer per Videobotschaft an die Anhänger: „Wir Spieler sind entsetzt, sowas kennen wir von Euch nicht”, sagte der Dortmunder Spielführer. „Am Samstagabend sind Menschen zu Schaden gekommen. Das verurteilen wir als Mannschaft. Wir entschuldigen uns dafür, was dort passiert ist.”