Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Sie sind offline und sehen daher eventuell veraltete Nachrichten.

Sie sind offline, bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung.

Daten konnten nicht für Offline-Nutzung gespeichert werden.

Daten wurden für Offline-Nutzung gespeichert.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Eine neue Version von RBLive steht zur Verfügung:  ↻ Aktualisieren

Offener Brief an DFB Woher beziehen Profifußballer trotz Salonschließungen ihre Haarschnitte?

Frisuren vom Wochenende: Die VfB-Profis Gonzalo Castro und Nicolas Gonzalez

Frisuren vom Wochenende: Die VfB-Profis Gonzalo Castro und Nicolas Gonzalez

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hat in einem offenen Brief an den Deutschen Fußball-Bund seinen Unmut über frischfrisierte Fußballprofis geäußert. In dem an DFB-Präsident Fritz Keller gerichteten Schreiben heißt es: "Mit großer Verwunderung mussten wir daher an den vergangenen Spieltagen feststellen, dass ein Großteil der Fußballprofis sich mit frischgeschnittenen Haaren auf dem Platz präsentierte: Einrasierte Scheitel, auf wenige Millimeter getrimmtes Nacken- und Schläfenhaar, saubere Konturen. Frisuren, die nur professionelle Friseurinnen und Friseure mit Profi-Equipment schneiden können."

Branche unter Druck

Was amüsant klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Seit Dezember sind die Friseursalons vom erneuten bundesweiten Lopckdown betroffen und geschlossen. Rund 80.000 Friseurläden sind allein in dem Verband organisiert.

Damit sei eine ganze Branche unter Druck gesetzt geworden, heißt es in dem Schreiben. "Viele Friseurbetriebe sind in ihrer Existenz bedroht, Beschäftigte und Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber müssen derzeit mit Kurzarbeitergeld oder ganz ohne Einkommen zurechtkommen."

Unmut gegenüber Fußballern wächst

Während also viele Friseur um den Fortbestand ihrer Salons fürchten müssen und auf den Köpfen vieler Bundesbürger die Haare beginnen, wild zu wuchern, laufen an den Wochenenden in der Tat eine Menge Profis mit akkurat sitzenden und geschnittenen Frisuren auf. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen kann dies nur bedeuten, dass "schwarz" frisiert werden.

Ex-RB-Profi Demirovic beim Spiel Freiburg gegen Köln am Wochenende

Ex-RB-Profi Demirovic beim Spiel Freiburg gegen Köln am Wochenende

Der Unmut gegenüber den topgestylten Kickern, und in der Folge Kundenanrufen bei Friseuren, die zu Schwarzarbeit und Regelverstößen wie Hausbesuchen überreden wollen, so der Verband, wachse dadurch. Es sei ein großes Privileg, dass der Profifußball während einer Pandemie weiter stattfinden dürfe. "Wir appellieren daher an Sie und den DFB: Zeigen Sie in Zeiten wie diesen Solidarität und setzen Sie mit uns ein Zeichen gegen Schwarzarbeit. Lassen Sie uns den Weg der Pandemiebekämpfung gemeinsam gehen." (RBlive/dpa/hen)