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Hasenhüttl: Lautstärke als Ausrede zieht nicht mehr

Rotation, Belastungssteuerung, permanente englische Wochen. Ralph Hasenhüttl hat bei RB Leipzig das volle Fußballprogramm.

Rotation, Belastungssteuerung, permanente englische Wochen. Ralph Hasenhüttl hat bei RB Leipzig das volle Fußballprogramm.
Copyright: imago/MIS

Die erste Pleite im zweiten Spiel der Champions League veranlasste Ralph Hasenhüttl, den Finger in die Wunde zu legen. Am Mittwoch erklärte er, welche Lehren bei RB Leipzig aus dem Spiel gegen Besiktas Istanbul gezogen werden.

Ungewohnte Fehler zu Beginn

„Wir haben es uns nochmal angeschaut. Die ersten zwanzig Minuten waren wir zuwenig auf dem Platz, es waren technische Fehler dabei, die wir nicht gewohnt waren“, machte Hasenhüttl wieder mal einen holprigen Beginn aus. Das sei, auch mit Abstand von einem Tag, am ehesten mit der Atmosphäre zu erklären. Man war doch nachhaltig beeindruckt, angesichts der türkischen Fans.

Verdiente Niederlage mit Lichtblicken

Aber es gab auch Lichtblicke, denn schon im Verlauf der ersten Halbzeit sah Hasenhüttl Besserung. „So viele Chancen hatte der Gegner auch nicht, wir haben dann gut ins Spiel gefunden“, analysierte der RB-Trainer. Und machte dabei auch auf den Schiedsrichter aufmerksam, der ebenfalls unter dem Eindruck des Stadions gestanden habe. „Wo Klostermann alleine aufs Tor zuläuft, das war kein Abseits. Man hätte nicht pfeifen müssen, aber da war dann wohl auch etwas die Athmosphäre beteiligt.“ Unabhängig davon sah er aber eine Niederlage, die man im Spielverlauf noch hätte verhindern können, die aber letzlich verdient war.

Hasenhüttl gesteht junger Mannschaft Lerneffekt zu

Zu wacklig in den Knien war der Auftritt über weite Strecken, Besiktas konnte den Vorsprung durch die beiden Tore sicher ins Ziel bringen. Mut machte Hasenhüttl, dass er auch ein anderes Gesicht sah, vornehmlich in der zweiten Hälfte. „Es war wichtig, dass wir sehen, dass wir so eine Halbzeit auch spielen können. Das muss dann eine Lehre sein, aber das muss man den jungen Spielern auch zugestehen. Der eine geht damit besser um, der andere ein bisschen schlechter.“

Lautstärke als Ausrede zieht jetzt nicht mehr

Zugestehen konnte Hasenhüttl also, aber einen Lerneffekt ebenso einfordern. „Wir haben das schlimmste an Stadien erlebt, was geht. Lauter wird es nicht, die Ausrede zählt jetzt nicht mehr.“ Wie der erste Bundesligajahr bringe auch die Champions League vor allem die Möglichkeit mit, viel zu lernen. RB Leipzig will ja  den Beweis antreten, dass man „wirklich so gut“ ist, auch mit der Dreifachbelastung. „Jeder Spieler konnte sehen, was dazu noch fehlt.“ Das kann sich RB nun hinter die Ohren, beziehungsweise auf die Schuhe schreiben.

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